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Zweite Auflage des Tivolisingens: „Sing, Aachen, singelingeling!“

Von: Nina Krüsmann
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Die Veranstalter peilen bei der Zweitauflage des Tivolisingens am vierten Advent mehr als 5000 Sängerinnen und Sänger an. Foto: Harald Krömer

Aachen. Ein stimmungsvolles Bild war das am vierten Advent des vergangenen Jahres auf dem Tivoli: Mehr als 5000 Menschen stimmten mit Liederbüchern in der Hand und bei Kerzenschein weihnachtliche Lieder an. Diese erfolgreiche Premiere des Weihnachtssingens im Tivoli und die darauf folgende Resonanz hat die Veranstalter zu einer zweiten Auflage bewogen. Am Sonntag, 21. Dezember, soll es wieder soweit sein.

„Wir rechnen mit noch mehr Besuchern als im Vorjahr. Es hat sich herumgesprochen, wie schön die Atmosphäre kurz vor Weihnachten ist, wenn so viele Menschen miteinander singen“, erklärt Pastor Siegmar Müller von der Freien Evangelischen Gemeinde, der gemeinsam mit Andrea Kett vom Arbeitskreis Christlicher Kirchen das Event organisiert. Zweite tragende Säule ist die Interessengemeinschaft der Alemannia-Fans und Fan-Clubs (Fan-IG).

Vorbild sei das Weihnachtssingen bei Union Berlin gewesen, das mittlerweile bis zu 30000 Teilnehmer ins Stadion lockt. Nach der Premiere mit dem Titel „Oh Tivoli, oh Tivoli!“ heißt es diesmal „Sing, Aachen, singelingeling!“.

Die Idee zu dieser Werbekampagne hatten acht Studierende der Fachhochschule Aachen/Fachbereich Gestaltung, betreut durch Professor Christoph Scheller. Plakate und Handzettel mit dem rot behandschuhten Klenkes als Hingucker, ein Video-Gewinnspiel bei Facebook und eine Mitsingaktion auf dem Aachener Weihnachtsmarkt sollen noch viele weitere Besucher werben.

Projektleiterin Yvonne Bongard vom Eurogress Aachen hält die organisatorischen Fäden in der Hand.

„Für unsere Alemannia-Fans ist es toll, das Jahr gemeinsam ausklingen zu lassen. Wir möchten zeigen, dass Fußballfans friedlich feiern können. Viele neue Leute lernen so den Tivoli kennen. Und wenn die Strukturen der Alemannia wieder gefestigt sind, will der Verein sich ab dem kommenden Jahr in die Organisation des Singens einbringen“, erklärt Marina Kettler von der Fan-IG. Alemannia-Präsident Heinz Maubach unterstützt das in jeder Hinsicht stimmungsvolle Ereignis ebenfalls. Es sei ein Erlebnis wie die Heimspiele der Alemannia.

„Das Bemerkenswerte ist, dass viele eher kirchenferne Menschen bei dieser Gelegenheit miteinander christliche Lieder singen und sich so nebenbei den eigentlichen Sinn des Weihnachtsfestes vergegenwärtigen. Und Leute, die noch nie ein Fußballspiel besucht haben, stehen auf einmal im Stadion“, fasst Gerd Mertens zusammen, auf welch breiten Füßen die Veranstaltung steht. „Es ist schön, dass sich mit den Studierenden auch so viele junge Menschen einbringen“, betont er.

100 Ehrenamtler, viele Sponsoren und private Spender machen das Ganze erst möglich: Eine Kerze und ein Liederheft erhält jeder Besucher kostenlos am Eingang. Eine Spendensammlung soll die Finanzierungslücke schließen helfen. Für Bewirtung mit Kakako, Glühwein und Bratwurst ist gesorgt – und ein Teil des Erlöses fließt in die Finanzierung des Events. Auch der Nikolaus der Fan-IG schaut vorbei.

Ab 18 Uhr wird rund 90 Minuten lang gesungen. Stadionsprecher Robert Moonen moderiert, der Jugendchor des Bischöflichen Pius Gymnasiums, der Gospelchor der International Christian Fellowship Aachen, der Posaunenchor der evangelischen Kirchengemeinde Aachen, der Musikverein Rott und Sänger Jupp Ebert singen mit. Das Vorprogramm beginnt um 17 Uhr, es gibt ein Grußwort des Schirmherrn Oberbürgermeister Marcel Philipp.

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