Zwei neue Chefärzte im Alexianer-Krankenhaus

Von: Elisa Zander
Letzte Aktualisierung:
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Gleich zwei neue Chefs: Michael Plum und Andreas Theilig haben im August dieses Jahres die chefärztliche Leitung des Alexianer-Krankenhauses übernommen.

Aachen. Mit einer neuen medizinischen Doppelspitze ist das Alexianer-Krankenhaus im August gestartet. Dr. Michael Plum und Dr. Andreas Theilig bilden das Team als Nachfolger von Dr. Klaus Greven, für das sich die Geschäftsführung entschieden hat.

„Durch die verstärkte Differenzierung der Leistungen und Angebote im Haus war eine zweifache Besetzung notwendig”, erklärt Geschäftsführerin Elisabeth Beckers. Michael Plum, seit 1999 am Alexianer tätig, freut sich über diese Wahl. Doch er denkt, dass „zwei Chefärzte für die Größe der Klinik eigentlich noch zu wenig sind”.

Zunehmende Gesamtbelastung

3300 Behandlungsfälle verzeichnete das Krankenhaus im vergangenen Jahr, Tendenz steigend. Depressionen befänden sich deutlich auf dem Vormarsch berichtet Plum. „Momentan sind Menschen bei uns in Behandlung, die erst kürzlich ihre Arbeitsstelle verloren haben. Die Belastung steigt, das normale Funktionieren fehlt, man entrückt der Realität.” Auch die Vereinzelung der Gesellschaft spiele dabei eine Rolle.

Wichtig ist dem Duo vor allem „keine Spezialklinik zu werden”, sagt Andreas Theilig, der seit 2003 dort arbeitet. „Wir wollen und müssen die Hauptdiagnosen hier behandeln.” Dazu gehört auch das in der Bevölkerung Angst auslösende Thema Demenz. Im von Theilig mitentwickelten Projekt „DemenzNetz” werden aktuell 200 Patienten betreut. Betroffen sind nach einer Berechnung des Statistischen Bundesamtes jedoch mehr als 6000 allein in der Region Aachen; ein Drittel davon ist hilfebedürftig. Hier soll künftig intensivere Aufklärungs- und Entwicklungsarbeit geleistet werden. Auch die Einbeziehung von Nachbarn und Angehörigen sei wichtig.

Als weitere Ziele ihrer gemeinsamen Arbeit wollen Michael Plum und Andreas Theilig die Ausweitung therapeutischer und ambulanter Möglichkeiten voran treiben. „Medizin muss da gemacht werden, wo die Menschen sind und nicht am Schreibtisch”, so Theilig. „Und wenn Patienten ihr Haus nicht verlassen können bedeutet das für uns, dass wir zu ihnen gehen müssen.”

Die damit verbundenen hohen Anforderungen an die rund 260 Mitarbeiter ist den Chefärzten bewusst. „Doch wir wollen, dass diejenigen, die den Patienten stationär behandelt haben, auch die ambulante Betreuung übernehmen”, erklärt Michael Plum die Idee. Dadurch ergebe sich für die Mitarbeiter die Möglichkeit, auch die Gesundung des Betroffenen in seiner gewohnten Umgebung zu erleben. „Ein sehr befriedigender Teil der Arbeit”, wie Plum findet.
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