Aachen - Zwei Mitglieder fechten Alemannias Wahlen an

Zwei Mitglieder fechten Alemannias Wahlen an

Von: Achim Kaiser
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Es will einfach keine Ruhe bei Alemannia Aachen einkehren: Nach der überraschenden Abwahl des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Linden und des Verwaltungsratsvorsitzenden Hubert Herwartz bei der jüngsten Mitgliederversammlung haben am Dienstag zwei Mitglieder eben diese Wahlen angefochten.

Ralf Esser und Joachim Langenohl begründen ihre „form- und fristgerechte Anfechtung” wie folgt: „Bei der öffentlichen Abstimmung haben mehr als ein Viertel der anwesenden, stimmberechtigten Mitglieder für eine geheime Wahl votiert.”

Geheim bedeute, so Esser und Langenohl, „dass per Wahlkabine im verschlossenen Umschlag abgestimmt werden muss. Für einen solchen Fall hat der Verein dafür Sorge zu tragen, dass entsprechende Wahlkabinen und verschließbare Umschläge in ausreichender Zahl zur Verfügung gestellt werden. Dies ist nicht geschehen und somit waren die Voraussetzungen für eine geheime Wahl nicht erfüllt.”

Alemannias Präsident Alfred Nachtsheim, der die Versammlung geleitet hat, nimmt die Anfechtung ernst, sagt aber: „Alle Vorgänge sind völlig korrekt abgelaufen.” Wahlkabinen seien zur Verfügung gestellt worden, Umschläge gehörten nicht dazu, sie würden auch bei einer Landtagswahl nicht gestellt. Dennoch: „Wir werden alles juristisch prüfen lassen und zeitnah ein Ergebnis präsentieren.”

Sollten die Wahlen tatsächlich wiederholt werden müssen, könnte sich der abgewählte Aufsichtsratschef Linden noch mal zur Wahl stellen. „Ich bin mit dem Ergebnis von Samstag noch so beschäftigt, dass ich mir über hypothetische Zukunftsfragen keine Gedanken machen”, sagt Linden und macht aus seinem derzeitigen Gefühlsleben ohne Alemannia-Mandat keinen Hehl: „Ich fühle mich enttäuscht und ungerecht behandelt.” Viel mehr sagt er nicht, nur so viel: „An meiner Alemannia äußere ich öffentlich keine Kritik.”

Dass der frühere Oberbürgermeister zumindest einen Posten in einem Alemannia-Wirtschaftsrat übernimmt, scheint eher unwahrscheinlich: „Mir ist ja das Vertrauen für das wichtigste Mandat entzogen worden.” Linden selbst hatte im März die Idee zu einem Wirtschaftsrat. Darin sollen einflussreiche Personen aus Politik und Wirtschaft in erster Linie überregionale Sponsoren zu akquirieren.
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