Zwei hungrige Teams treffen sich im Endspiel

Von: Guido Jansen
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Auf dem Weg ins Finale: SVE-Ki
Auf dem Weg ins Finale: SVE-Kicker Tobias Ploch bejubelt das 2:2, das er im Halbfinale gegen Arminia Eilendorf erzielt hat. Im Elfmeterschießen hat sich der SVE schließlich für das Finale am heutigen Samstag gegen Richterich qualifiziert.. Foto: Guido Jansen

Aachen. Zwei Mannschaften haben kräftig Hunger. Hunger auf den Titel des Fußball-Stadtmeisters. Sie heißen Rhenania Richterich und SV Eilendorf. Die beiden Bezirksligisten stehen sich am Samstag im letzten Akt des großen Turniers gegenüber.

Anpfiff ist um 17 Uhr auf dem Kunstrasenplatz an der Vaalser Straße.

„Unsere Jungs hätten es verdient, endlich mal einen Titel zu gewinnen”, meint Eilendorfs Trainer Achim Rodtheut mit Blick auf die jüngere Vergangenheit des Klubs. Der SV spielt erfolgreich und ist immer vorne mit dabei. Zum großen Wurf hat es aber nicht gereicht. Dreimal in Folge wurde die Mannschaft in der Bezirksliga Dritter und verpasste den Aufstieg knapp. Zwei Mal schrammte Eilendorf auch knapp am Stadtmeister-Titel vorbei. 2008 und im vergangenen Jahr scheiterte die Mannschaft im Finale im Elfmeterschießen an Hertha Walheim.

Der Titel-Hunger ist auch bei Rhenania Richterich groß. 2006 war der Verein zuletzt Stadtmeister. „Wird mal wieder Zeit”, meint der Vorsitzende René Schroeder. „In den vergangenen Jahren hat Walheim dominiert. Jetzt sollten wir die Chance nutzen, dass die Hertha nicht mehr im Rennen ist”, so Schroeder. Vom bisherigen Auftreten der Truppe bei der Stadtmeisterschaft zeigte sich der Vorsitzende angetan. Das Team wurde nach dem Abstieg zuletzt neu formiert, hat zwölf neue Spieler geholt, dazu Gökhan Demirci als neuen Trainer. „Dafür, dass die Mannschaft nicht eingespielt ist, klappt das schon sehr gut”, so Schroeder. Im Endspiel erwartet er einen harten Kampf. Eilendorf habe ein eingespieltes Team.

Was beide Mannschaften gemeinsam haben dürften: schwere Beine. Die Saisonvorbereitung ist im vollen Gang, die Trainingseinheiten sind hart. „Aber damit müssen beide Mannschaften zurecht kommen”, erklärte der Vorsitzende, dass die Voraussetzungen gleich sind. Das dürfte auch auf das sportliche Niveau zutreffen. „Richterich ist mit seinem neuen Kader sicher der Top-Favorit für den Aufstieg”, schätzte Rodtheut den Final-Gegner ein. „Aber wir sind eines der Teams, die sie ärgern können.” Und das wollen die Eilendorfer heute zeigen.

Schon gewonnen hat der Ausrichter OSV Orsbach. Der kleine Verein hat bewiesen, dass er ein so großes Turnier stemmen kann. „Wir sind zufrieden”, sagte Geschäftsführer Joachim Hill. Die Zuschauer-Resonanz sei positiv. Dem hatte auch das teilweise schlechte Wetter keinen Abbruch getan. Der OSV hat sogar einen neuen Standard gesetzt. OSV-Mitglied und Computer-Experte Daniel Fichte hat alle Interessierten, die nicht vor Ort sein konnten, mit einem Live-Ticker im Internet versorgt. Das Angebot wurde rege genutzt. Am vergangenen Sonntag hatte der Ticker etwa 10.000 Klicks.

Spiel um Platz 3 und das große Finale

Mit dem Finaltag geht die 26. Aachener Fußball-Stadtmeisterschaft zu Ende. Am Samstag öffnet der OSV Orsbach als Ausrichter die Pforten der Jugend-Anlage von Westwacht Aachen an der Vaalser Straße 296 für die letzten beiden Spiele.

Im Spiel um Platz 3 treffen zunächst ab 14.30 Uhr die Mannschaften von Borussia Brand und Arminia Eilendorf aufeinander.

Im großen Finale ermitteln anschließend ab 17 Uhr Rhenania Richterich und der SV Eilendorf den Nachfolger von Hertha Walheim als Aachener Stadtmeister.
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