Aachen - Zusammenarbeit jetzt mit Vertrag

Zusammenarbeit jetzt mit Vertrag

Von: Werner Breuer
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Sie stellen die Weichen für d
Sie stellen die Weichen für die Zukunft des Zeitungsmuseums: Meike Thüllen, Wolfgang Rombey und Andreas Düspohl (v. rechts). Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Für Wolfgang Rombey beginnt ein „neues Zeitalter der Zusammenarbeit”, Meike Thüllen denkt eher an Szenen einer Ehe, aber in ihrer Einschätzung sind sich der Kulturdezernent und die Vorsitzende des Fördervereins des Internationalen Zeitungsmuseums (IZM) einig: Die Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem IZM ist in einem Kooperationsvertrag nun gut geregelt.

Das Papier haben die beiden am Mittwoch unterzeichnet, doch die Kooperation funktioniert schon seit Jahren „fast wie in einer Ehe”, erklärt Thüllen. Mitunter müsse man halt einen Strauß miteinander ausfechten, ohne dass deshalb gleich das Verhältnis zerrüttet wäre.

Was beide Partner verbindet, ist das Museum an der Pontstraße: „Formal ist es ein städtisches Haus”, so Rombey, aber belebt werde es nur durch das ehrenamtliche Engagement der „Freunde und Förderer des Internationalen Zeitungsmuseums”, wie der Verein mit vollem Namen heißt.

Die hegten und pflegten bislang liebevoll etwa die Sammlung von rund 200.000 Zeitungen aus aller Welt und allen Zeiten, halfen bei Recherchen, kümmerten sich um Wechselausstellungen, organisierten Führungen- doch nun wird alles ein bisschen anders. Noch läuft der Umbau des mittelalterlichen Gebäudes, am 8. Juli soll es dann wieder eröffnet werden als eine Station der Route Charlemagne.

Dieses Euregionale-Projekt habe ein „kleines Wunder” ermöglicht, meint der Kulturdezernent. Immerhin rund 3,4 Millionen Euro konnten an der Pontstraße verbaut werden, 2,7 Millionen Euro steuert das Land bei und die Stadt kommt mit 700 000 Euro vergleichsweise günstig weg.

„Sie werden staunen!”

Dafür bekommt sie ein „wunderbares Haus” (Rombey), das künftig die Geschichte und die Entwicklung der Medien in moderner Form präsentieren will. Ein Newscafé soll es geben, das die Passanten ins Museum lockt, medienpädagogische Angebote, Diskussionen, interaktive Terminals oder auch multimediale Präsentationen. „Sie werden staunen”, verspricht Meike Thüllen.

Trotz aller Neuerungen bleibt es bei der alten Rollenverteilung: „Für das Leben im Haus sorgt der Förderverein”, erklärt Wolfgang Rombey, mit der Kooperationsvereinbarung wird ihm das Nutzungsrecht übertragen.

Allerdings wird die Stadt die Ehrenamtler - es gibt einen Stamm von rund 30 Mitarbeitern - nicht alleine lassen mit all den großen Aufgaben einer Route-Charlemagne-Station. „Wir werden das flankieren”, verspricht Olaf Müller, der Leiter des städtischen Kulturbetriebs.

Dennoch bleibt für die Ehrenamtler unter der Leitung von Andreas Düspohl noch eine Menge zu tun. Nicht nur, dass sie den Umzug der Sammlung vom Haus Löwenstein zurück ins Zeitungsmuseum bewerkstelligen müssen. Sie feilen auch schon eifrig an Konzepten. „Da werden Workshops schon konkret geplant”, berichtet Andreas Düspohl.

Für ihn selbst bringt der Kooperationsvertrag eine ganz konkrete Veränderung mit sich: Als designierter Leiter des Internationalen Zeitungsmuseums soll er künftig nicht mehr ehrenamtlich arbeiten, sondern steht dann auf der Gehaltsliste des städtischen Kulturbetriebs.
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