Zur Straße hin eine Sporthalle mit Spielfeld auf dem Dach

Von: Margot Gasper
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Spannende Ideen: Die Vorsitzen
Spannende Ideen: Die Vorsitzende des Preisgerichts, Prof. Christl Drey, und Michael Ferber, technischer Leiter des Gebäudmanagements, erläutern Details des Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Das Architekturbüro Kresings aus Münster hat den Wettbewerb zum Um- und Ausbau der vierten Gesamtschule in Aachen gewonnen. Nach fast neunstündigen Beratungen vergab das Preisgericht den mit 23.000 Euro dotierten ersten Preis an die Münsteraner.

Einstimmig empfahl die Jury, diesen Entwurf an der Sandkaulstraße zu verwirklichen. Sechs der insgesamt 26 Entwürfe habe die Jury in die engere Wahl genommen, erläuterte die Vorsitzende des Preisgerichts, Professorin Christl Drey (Kassel/Köln), am Freitagabend.

Den Ausschlag gab letztlich unter anderem die gelungene Einbindung des neuen Schulgebäudes ins Viertel. Denn die Gesamtschule, so war gefordert, soll im Stadtbild sichtbar werden. Der Kresings-Entwurf platziert dafür die neu zu errichtende Sporthalle an die Sandkaulstraße. Besonderer Hingucker soll nach dem Vorschlag der Planer, ein Spielfeld hoch oben auf dem Dach der Halle sein. „Die Sporthalle wird Trittstein ins Viertel”, erläuterte Drey. Die beiden „Türme” im Altbestand, die zwar umgestaltet und modernisiert, grundsätzlich aber erhalten bleiben sollen, werden in dem Entwurf durch einen großzügigen Zwischenbau verbunden.

In diesem Neubau sollen etwa die Mensa und das zentrale Forum der Schule untergebracht werden. Durch den Verbindungsbau entsteht ein kompaktes Schulhaus, das vielfältig und differenziert für modernen Unterricht nutzbar sein soll. Das war auch die Vorgabe der Programmstudie, die Grundlage des Architektenwettbewerbs war.

Mit dem Entwurf des Büros Kresings werden sich demnächst die städtischen Fachausschüsse befassen, anschließend werden die Planungsaufträge vergeben. Wenn alles zügig vonstatten geht, können die Ausschreibungen im Spätherbst über die Bühne gehen, hofft Michael Ferber, technischer Leiter des städtischen Gebäudemanagements.

Im weiteren Verfahren muss auch festgelegt werden, welcher Bauabschnitt zuerst realisiert werden soll. Denn die Neu- und Umbauten werden unter schwierigen Bedingungen angepackt, schließlich entsteht die neue Schule an der Sandkaulstraße im laufenden Betrieb. Die ersten vier Klassen sind schon da, im nächsten Sommer kommen vier weitere dazu.

Der zweite Preis im Wettbewerb ging an das Büro Kister Scheithauer Gross (Köln), Rang 3 an den Entwurf des Büros Harter + Kanzler (Freiburg).

Die Arbeiten zum Architektenwettbewerb werden in einer Ausstellung öffentlich vorgestellt. Zu sehen sind sie von Montag, 12. Dezember, bis Freitag, 23. Dezember, in der Aula der David-Hansemann-Schule, Sandkaulstraße 12. Die Öffnungszeiten: montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr (am 12. Dezember jedoch erst ab 12 Uhr) sowie freitags von 9 bis 15 Uhr.
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