Aachen - Zukunft der Lern-Förderschulen: Alle an einen Tisch

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Zukunft der Lern-Förderschulen: Alle an einen Tisch

Von: Margot Gasper
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Über die Zukunft der vier Fö
Über die Zukunft der vier Förderschulen sollten alle Betroffenen miteinander sprechen, regt die Förderschule Am Rödgerbach an: von links Lehrerin Anja Dorn, Schulpflegschaftsvorsitzende Silvia Ziemons, Lehrerin Ruth Bemmelen, Schulleiterin Rita Stiller, Sandra Jansen vom D-Hof für Kinder und Jugendliche als OGS-Träger sowie Lehrerin Nicole Jorde. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Es geht um Kinder, es geht um Eltern, es geht um Lehrerinnen und Lehrer. Deshalb sollten Kinder, Eltern und Lehrer auch mit Politik, Verwaltung und Schulaufsicht am Tisch sitzen, wenn über die Zukunft der vier Lern-Förderschulen in Aachen beraten wird.

Eine Initiative der Förderschule Am Rödgerbach ist am Dienstag mit diesem Vorschlag an die Öffentlichkeit gegangen. Eltern, Kollegium, OGS-Träger und Schulleitung regen an, die Zukunft der Förderschulen in Gesprächen am runden Tisch, begleitet von einem unabhängigen Moderator zu diskutieren.

Zu bereden gibt es genug: Welche zwei der jetzt noch vier Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen sollen erhalten bleiben? Welche Standorte sind sinnvoll? Wie ist das pädagogisch zu machen? Wie kann der Prozess des Übergangs gestaltet werden? Wie wird der Ganztag in die Zukunft gerettet? Und wie werden die Angebote der Offenen Ganztagsschule (OGS) zusammengeführt?

Die vier Förderschulen Am Rödgerbach, Am Kurbrunnen, Am Kennedypark und Beginenstraße haben insgesamt nur noch knapp 350 Schüler. Damit die Förderschulen arbeitsfähig bleiben, sollen nur zwei Standorte erhalten bleiben. Das ist bei allen Beteiligten auch unstrittig. CDU, SPD, Grüne, FDP und Linke hatten letzte Woche im Schulausschuss einstimmig die Verwaltung beauftragt, die Bündelung des Förderschulangebots an den Standorten Am Rödgerbach und Beginenstraße zu prüfen (wir berichteten).

Bei solch tiefgreifenden Veränderungen sollten aber Betroffene aller vier Schulen zu Wort kommen, erklärte die Initiative vom Rödgerbach. „Mit einem moderierten Prozess könnte es gelingen, eine tragfähige Lösung zu finden, bei der die bestmögliche Förderung aller Kinder Priorität hat”, ist Schulleiterin Rita Stiller überzeugt. Schließlich sei es wichtig, in Zukunft sachbezogen zusammenzuarbeiten und alle Ressourcen im Sinne der Kinder zu bündeln.

Am 21. Juni steht die Zukunft der Förderschulen im Schulausschuss wieder auf der Tagesordnung. „Bis dahin können nicht alle Betroffenen gehört werden”, ist man am Rödgerbach überzeugt. Deshalb sei es sinnvoll, noch in diesem Schuljahr in die Diskussion einzusteigen, eine Entscheidung aber erst nach den Ferien zu treffen und die Konzentration von Schulen dann bis zum Sommer 2013 gemeinsam vorzubereiten.

Bis zum Beginn des nächsten Schuljahrs ist die „Bündelung” der vier Förderschulen ohnehin nicht mehr zu schaffen. Und die Bezirksregierung hat Schulschließungen und die damit verbundenen Umzüge von Schülern mitten im Schuljahr bereits strikt abgelehnt.

Mit vielen Fragen zur Zukunft der Förderschulen zog eine Delegation vom Rödgerbach ins städtische Bürgerforum. Den Politikern unterbreiteten Lehrerinnen und Eltern dort vor voll besetztem Saal auch ihren Wunsch nach einen runden Tisch.

Das Ergebnis Dienstagabend: Das Bürgerforum empfiehlt dem Schulauschuss, eine Schulentwicklungswerkstatt zum Thema einzurichten. Darin sollen alle Betroffenen in den Dialog treten und gemeinsam ein Konzept für die Förderschulen entwickeln.
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