Zu Schulbeginn fahren die Lkw in Schrittgeschwindigkeit

Von: Nina Krüsmann
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Parallel zur Straße und dem Gehweg am Hit-Parkplatz ist zwischen Vaalser Straße und Philipp-Neri-Weg eine Baustraße angelegt worden. Die Abfahrt der schweren Gefährte erfolgt an zwei Kitas, einer Offenen Tür und einer Grundschule vorbei. Foto: Harald Krömer
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Bauleiter Gerd Schmieder, der kommissarische Gewoge-Chef Thomas Hübner und „Aufpasser“ Oswald Dick. Foto: Nina Krüsmann

Aachen. „Wir tun im Moment alles für die Sicherheit der Kinder, die uns über alles geht. Wir gehen davon aus, dass der Übergang von der Baustelle auf den Gehweg gesichert ist“, betont Thomas Hübner, kommissarischer Leiter der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Gewoge angesichts der Ängste, die derzeit an seiner Großbaustelle an der Vaalser Straße vorherrschen.

Die Eltern sind sehr besorgt, dass ihre Kinder auf dem Schulweg zur Gemeinschaftsgrundschule Gut Kullen vom Baustellenverkehr gefährdet werden.

Schwere Lkw werden an der Grundschule, zwei Kitas und einer Offenen Tür vorbeigeleitet. Dieser Baustellenverkehr darf aus Sicht der Eltern keinesfalls über den Philipp-Neri-Weg geleitet werden. „Wir haben alle Alternativen sorgfältig geprüft. Eine Abfahrt auf die Bundesstraße Vaalser Straße ist uns nicht genehmigt worden“, stellt Hübner klar. „Und so schmal ist es hier gar nicht.“

Firma wäre beeinträchtigt

Auch fragen viele Eltern, warum man die Laster nicht hinter dem benachbarten Jobcenter vorbei zum Neuenhofer Weg schickt. „Die Erschütterungen würden die dort ansässige Medizinfirma beeinträchtigen. Wir haben entsprechende Erschütterungstests vorgenommen und sind hier zu einem negativen Ergebnis gekommen“, erklärt Bauleiter Gerd Schmieder.

„Zur Stoßzeit zwischen 7 und 8 Uhr fahren hier zehn Lkw der am Bau beteiligten Firmen. Wir haben den Baustellenverkehr in dieser Zeit reduziert und die Fahrer schon vor Wochen angeschrieben, sich an die Schrittgeschwindigkeit zu halten und Vorsicht walten zu lassen. Tatsächlich herrscht hier nun eine besondere Sensibilität vor“, betont Hübner. Um die 200 Schulkinder zusätzlich zu schützen, hat Oswald Dick an der Gefahrenstelle seinen Posten bezogen.

„Die Passanten und Eltern sind froh, dass jemand aufpasst“, erzählt Gewoge-Mitarbeiter Dick. Die Baustelle verursache seiner Meinung nach kein Risiko für die Kinder. „Der Verkehr der an- und abfahrenden Eltern und die Parksituation ist übrigens auch sehr chaotisch“, stellt er fest. Aus Sicht der Gewoge sei alles getan, wie Hübner versichert. Tatsächlich fahren die Lkw zum Schulbeginn momentan die geforderte Schrittgeschwindigkeit. Und der Großteil der vorbeifahrenden Lastwagen habe mit der Baustelle gar nichts zu tun, beliefere zum Beispiel den Supermarkt gegenüber.

Auch die Politik äußerte sich jetzt zur Schulwegsicherheit im Baustellenbereich Vaalser Straße/Philipp-Neri-Weg und hat die aktuell auftretenden Gefährdungen für Schüler im Bereich der Großbaustelle an der Vaalser Straße/am Philipp-Neri-Weg auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) Laurensberg am 17. September gesetzt. Wie die beiden BV-Fraktionsvorsitzenden Ratsherr Alexander Gilson (CDU) und Sava Jaramaz (SPD) sowie SPD-Ratsherr Norbert Plum mitteilen, häufen sich seit der Inbetriebnahme der Baustelle bereits die Beschwerden von Eltern, Schülern und Schulleitung der benachbarten Grundschule. Dazu heißt es: „Die Baufahrzeuge fahren über die Vaalser Straße in den Baustellenbereich hinein und verlassen ihn über den Philipp-Neri-Weg wieder, kreuzen den Schulweg der Grundschüler. Die Verwaltung soll deshalb dazu Stellung nehmen, ob die jetzige Verkehrsführung mit den Grundsätzen des Schulwegsicherungsplans überhaupt vereinbar ist.“

Alternativlösungen müssten her, die sicherstellten, dass die Grundschüler in Zukunft ohne Gefährdungen durch Baufahrzeuge den Philipp-Neri-Weg überqueren könnten. Denn der Baustellenverkehr wird in den kommenden Monaten noch erheblich zunehmen“, so CDU und SPD.

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