Kornelimünster - Ziel: Kornelimünster soll Weltkulturerbe werden

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Ziel: Kornelimünster soll Weltkulturerbe werden

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„In seiner Geschlossenheit einzigartig“: Anwohner Alfred Kreiten hält der historischen Ortskern von Kornelimünster für würdig, auf die Unesco-Welterbe aufgenommen zu werden. Bei nationalen und internationalen Stellen hat er nach eigenen Angaben „positive Antworten“ bekommen. Foto: imago/imagebroker

Kornelimünster. Der historische Ortskern von Kornelimünster gehört zum Weltkulturerbe. Wie der Aachener Dom, 1978 als erstes deutsches Denkmal zum Welterbe erklärt. Das meint jedenfalls das Bürgerforum. Es forderte die Verwaltung auf, die Aufnahme des historischen Stadtkerns in die Unesco-Liste „nachdrücklich zu betreiben“.

Mit dem einstimmig gefassten Beschluss folgte das Bürgerforum einem Antrag von Alfred Kreiten. Der am Benediktusplatz in Kornelimünster wohnende Bürger hat eine anschauliche Dokumentation erarbeitet, bei zuständigen nationalen und internationalen Stellen auch schon vorgefühlt und nach eigener Auskunft „positive Antworten“ erhalten.

„Unter Wert verkauft“

Kornelimünster, so Kreiten im Bürgerforum, werde mit dem Gesamtensemble seines historischen Ortskerns mit dem Münster, der Leutekirche St. Stephan auf dem Berg, dem barocken Konventsgebäude und der geschlossenen Bebauung von Korneliusmarkt und Benediktusplatz mit bürgerlichen Wohnhäusern „weit unter Wert verkauft“. Der Weltkulturerbe-Verfechter: „Die sakralen und profanen Gebäude der ehemaligen Reichsabtei bilden zusammen mit den Wohnhäusern ihrer Bürger den einstigen Hauptort eines kleinen geistlichen Fürstentums, der in seiner Vollständigkeit und Geschlossenheit einzigartig ist.“

„Schätzlein“

Wahrscheinlich muss einer wie Herr Kreiten inmitten der alten Herrlichkeit leben, um zu sehen und zu fühlen. Und um zu erkennen und Naheliegendes anzustoßen. Die Politiker im Bürgerforum sahen und erkannten „die Chance, den historisch bedeutsamen Ortskern zu bewahren“, so Ralf Otten für die CDU. Gabriele Niemann-Cremer (SPD) sprach vom „Schätzlein Kornelimünster“ und dankte Kreiten für sein Engagement. Achim Ferrari (Grüne) sah den alten Stadtteil schon hoffnungsvoll aus dem „Dornröschenschlaf“ erwachen. „Wir haben religiöse Schätze, die hat sonst niemand in der Welt“, wies er auf die Aachener Heiligtumsfahrt hin und die Pilgerströme, die es auch nach Kornelimünster zu den dortigen Reichtümern ziehe. Den Antrag unterstützend brachte Ferrari es auf den Punkt: „Wenn wir nichts machen, passiert auch nichts.“

Dass das mit dem „machen“ nicht so einfach ist, erläuterte die Verwaltung. Nur Staaten können Vorschlagslisten beim Welterbezentrum des Unesco-Sekretariats in Paris einreichen, in Deutschland kommt noch der schwierige Länder-Proporz hinzu, nur die Länder haben das Nominierungsrecht, für zehn Jahre voraus kann jedes Land zwei Vorschläge einreichen. Die aktuelle Unesco-Liste wird ab 2015 abgearbeitet, so dass „erst ab 2024 eine neue Liste, auf der dann auch Kornelimünster genannt sein könnte, verabschiedet wird”, dämpft die Verwaltung voreilige Erwartungen. Von Aachen aus könne also nicht bestimmt werden, niemand solle deshalb enttäuscht sein, „wenn es nicht weitergeht“.

Nicht aufgeben

„Wer nicht kämpft, hat schon verloren“, konterte Forums-Vorsitzender Karl Schultheis mit altem Wort etwaige Zaghaftigkeit und mögliches Bedenkenträgertum. Aachen solle mit Kornelimünster sein „Licht nicht unter den Scheffel stellen“, gab sich der Vorsitzende weiter zitierfreudig. Wenn es auch viele Konkurrenten fürs Weltkulturerbe gebe und eine Aufnahme in die Unesco-Liste ihre Zeit brauche, so solle die Stadt dennoch „alles tun, in der Zwischenzeit die Qualität des Ortskerns Kornelimünster weiter zu verbessern“.

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