Aachen - Zeitungsmuseum sucht ehrenamtliche Helfer

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Zeitungsmuseum sucht ehrenamtliche Helfer

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Ehrenamtler sind im Zeitungsmuseum sehr willkommen: von Malin Huppertz, Fördervereinsvorsitzende Meike Thüllen, Ferdinand Josephs, Jasmin Schmitz und Robert Fischer. Foto: Harald Krömer

Aachen. „Wir bieten ein unendlich gutes Klima ohne Mobbing und eine Atmosphäre, in der Jung und Alt produktiv zusammenarbeiten.“ Mit diesen Worten wirbt Meike Thüllen, Vorsitzende des Fördervereins des Internationalen Zeitungsmuseums, um neue ehrenamtliche Mitarbeiter.

Insgesamt zwölf Ehrenamtler sind derzeit im Dienst des Museums tätig, vier davon sind ausschließlich damit beschäftigt, die zahlreichen Zeitungen einzuscannen, um sie so einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen und um sie der Nachwelt zu bewahren. Doch der Scanner ist nicht ausgelastet. Deshalb sucht der Förderverein jetzt nach neuen Helfern.

Interessenten sollten eine ruhige Hand mitbringen, sorgsam mit den Zeitungen umgehen und ein gewisses technisches Verständnis mitbringen. Denn ganz so einfach, wie es auf den ersten Blick erscheint, ist es nicht, die Zeitungsseiten ordnungsgemäß zu scannen, wie Robert Fischer als erprobter Mann am Scanner weiß.

Doch die Neulinge würden intensiv eingearbeitet und erst dann auf die alten Schätze losgelassen, wenn sie dafür bereit seien, so der Verein.

Keine Zeit zum Schmökern

Das Schöne an dem Job: Es gibt keinen Zeitdruck und keine Vorgaben, wie viele Zeitungen in einer bestimmten Zeit gescannt werden müssen. Normalerweise seien in drei Stunden zwischen 60 und 70 Exemplare zu schaffen, immer abhängig davon, wie viele Seiten sie hätten, sagt Fischer.

Und immer vorausgesetzt, der willige Helfer lässt sich nicht ablenken und beginnt nicht, in den alten Zeitungen zu schmökern. „Das geht natürlich nicht“, meint Fischer. Auch wenn es schwerfällt: Am Scanner soll gearbeitet werden. Wer lesen wolle, der könne sich ja in die Bibliothek setzen, so Fischer.

Die ehrenamtlichen Helfer holen die Zeitungen aus dem Archiv, wo sie in speziell angefertigten Kartons gelagert werden. Die sind säurefrei und alkalisch gepuffert und laut Fischer bestens geeignet, die alten Exemplare vor dem Verfall zu schützen. Dennoch bröckeln immer wieder Stücke ab.

Vorsicht ist also geboten, wenn die Seiten auf den Scanner gelegt werden. Je nach Alter und Papierqualität befinden sich die Zeitungen in sehr unterschiedlichem Zustand. Sind sie gar nicht mehr zu verwenden, werden sie für eine spätere Restaurierung aussortiert. Die übrigen Zeitungen werden Seite für Seite in einer streng festgelegten Reihenfolge gescannt.

Danach können sie weltweit über das Netz verbreitet werden. Dabei werde immer auch auf die Urheberrechte geachtet, betont Ferdinand Josephs. Außerdem sind die gescannten Zeitungen weniger anfällig mit Blick auf den Verfall. „Je schlechter die Zeiten, je schlechter das Papier“, sagt Josephs.

Gerade in Kriegszeiten seien die Zeitungen von schlechter Qualität. Bis 1850 seien noch Lumpen bei der Papierherstellung verwendet worden, erst danach Holz. Und damit sei auch die Qualität des Papiers deutlich schlechter geworden, so Josephs.

Wer dabei helfen will, die alten Zeitungen zu digitalisieren, kann sich unter der Nummer Telefon 0241/432114910 im Zeitungsmuseum melden.

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