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Zeitungsmuseum: Sinnbild der miserablen Arbeitsbedingungen

Von: gei
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Aachen. Der Titel verspricht mehr als die Ausstellung hält: „Zeitenwechsel - Vergangenheit und Zukunft des IZM begegnen sich” haben die Mitarbeiter des Zeitungsmuseums ihre letzte Sonderausstellung im alten Rahmen überschrieben, deren Sinn sich dem unbefangenen Betrachter nicht recht erschließen will.

Auf sechs Stelltafeln sind einige Zeitungsausschnitte über zurückliegende Sonderausstellungen zu sehen, besichtigt werden können zudem Fotos von Familiensonntagen und Führungen und schließlich auch ein paar an die Wand geheftete Umbaupläne für das altehrwürdige Museum.

Mangels Unterstützung der Stadt habe man viele Jahre lang mit extrem bescheidenen Mitteln arbeiten müssen, sagen die Ehrenamtler Klaus Joachim Horn und Nadine Dereu. Es ist, als sollte die Ausstellung diese trostlosen Arbeitsbedingungen noch einmal versinnbildlichen.

Von dem Aufbruch, der sich im Haus andeutet, ist nicht viel zu spüren - wohl auch deshalb, weil die meisten der rund 30 ehrenamtlichen Mitarbeiter dem Zukunftsprojekt durchaus skeptisch gegenüberstehen.

Bis zum 29. März residieren sie noch im alten Gemäuer an der Pontstraße. Im Laufe des April ziehen sie dann um ins Haus Löwenstein. Nach erfolgtem Umbau sollen sie im Frühjahr 2010 zurückkehren, dann jedoch in ein Medienhaus neuesten Standes, das nicht mehr viel mit der alten Herberge für Zeitungsseiten aus aller Welt zu tun haben wird.

Als Teil der „Route Charlemagne” und städtisches Vorzeigeprojekt der Euregionale 2008 soll das Haus dann die gesamte Medienwelt erschließen, einschließlich Radio, TV und Internet. Spätestens dann sollen neue Publikumsschichten erschlossen werden, die mit dieser Abschiedsausstellung sicher nicht zu erreichen sind.

„Zeitenwechsel”: Zeitungsmuseum, Pontstraße 13, bis 29. März werktags 9.30 bis 17 Uhr.
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