Zeelink-Pipeline kann alte RWE-Trasse nutzen

Von: Wolfgang Schumacher
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Im Rahmen des Projektes „Zeelink“ wird das Unternehmen Open Grid Europe eine neue, 215 Kilometer lange Erdgasleitung vom Grenzübergang Aachen-Lichtenbusch bis Ahaus verlegen. Die Bauarbeiten verlaufen über viele Grundstücke in der Region. Foto: Open Grid Europe

Aachen. Die Proteste gegen die Zeelink-Tangente haben anscheinend gefruchtet. Im Planungsausschuss berichtete der zuständige Planer der Stadt, Fabian Kumkar, dass für den südlichen Arm der neuen Gaspipeline nun doch eine bereits bestehende und ausgewiesene Trasse entlang der Autobahn 44 genutzt werden könne.

Um das Großprojekt, mit dem hochwertiges Gas von Belgien kommend in das Münsterland gebracht werden soll, hatte es gegen die Planungen der Pipeline-Gesellschaft Open Grid Europe (OGE) zuletzt im Aachener Stadtrat heftigen Widerstand gegeben, die Planungen wurden in der bislang vorgelegten Form durchweg abgelehnt.

Vor allem auch deswegen, weil die OGE den kürzeren Weg durch den Aachener Süden bevorzugen, dafür aber ihre Trasse durch das Naturschutzgebiet Rollefbachtal, den Brander Wald, den Reichswald und durch das Wasserschutzgebiet Eicher Stollen legen wollten. Doch stattdessen gab und gibt es eine Alternative, die den Weg durch Natur- und Wasserschutzgebiete womöglich überflüssig machen könnte.

Kumkar berichtete als Leiter der Abteilung vorbereitende Bauleitplanung, dass nun doch die in früheren Raumordnungsverfahren bereits koordinierte „Mitteleuropäische Traversale“ (MET) entlang der Autobahn 44 als Pipelinetrasse in Frage komme. Sie verläuft zwischen Lichtenbusch und Brand und wurde seit dem Jahr 2008 für den Energieriesen RWE vorgehalten.

Noch im Juni 2016 hieß es, die Rechte an dieser Trasse seien inzwischen an Thyssen-Gas übergangen und niemand wisse, was damit zu tun sei. Das scheint sich geklärt zu haben, wie Kumkar am Ende der jüngsten Planungsauschussitzung mitteilte.

Auch die zunächst auf Aachener Stadtgebiet im Ortsteil Verlautensheide geplante Verdichterstation für den Pipelinebetrieb wandert nun ein Stück weiter in Richtung Gewerbegebiet Aachener Kreuz, die Grundstücke dort gehören zur Stadt Würselen.

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