Zahlreiche Angebote: Richtig Bus- und Radfahren im Alter

Von: Christiane Krahl
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Stephanie Küppers von der Stadt Aachen (links)und Willi Grümmer von der Verkehrswacht (Mitte) zeigen am mobilen System, wie man seine Reaktionsfähigkeit testet.

Aachen. Der Bus mit der Aufschrift „Busschule 60 Plus” hat einen ganz besonderen Fahrplan. Wichtig ist für die Fahrgäste nämlich nicht, möglichst sicher und zügig von einem Ort zum anderen zu kommen, sondern sicher Busfahren zu lernen.

Einmal im Monat bieten die Polizei Aachen und die Aseag diese kostenlose rund zweistündige Tour für Seniorengruppen an. „Wir üben zum Beispiel, wie man sich bei einer Vollbremsung im Bus richtig festhält”, beschreibt Norbert Karl, Sicherheitsberater der Aachener Polizei, den Trainingsablauf.

Die „Busschule 60 Plus” ist Teil des gerade ein Jahr alten Projektes „Aachen-Clever-Mobil. Mobilitätsberatung 60 Plus”. Mit diesem Projekt wollen die Stadt Aachen, der „Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club” (adfc) , die Aachener Polizei und Verkehrswacht und fünf weitere Unternehmen und Einrichtungen Senioren für die nächste Rad- oder Bustour fit machen. In einer Broschüre haben alle Projektteilnehmer außerdem ihre jeweiligen Angebote für Senioren übersichtlich aufgelistet.

Die Burtscheiderin Katharina Sieberichs überlegt, sich für die nächste Sonderfahrt der „Busschule 60 Plus” anzumelden. Interessiert liest die 68-Jährige die Angebote von „Aachen-Clever-Mobil. Mobilitätsberatung 60 Plus”, die die Projektmitglieder bei der Kartenvergabe für den Senioren-Karneval der Stadt Aachen in der Aula Carolina auf einer Schautafel präsentieren. Dort sollen möglichst viele Senioren auf die speziellen Kurse aufmerksam gemacht werden. Katharina Sieberichs ist begeistert von der Projektidee.

„Man muss gut vorbereitet sein”, findet sie. Zurzeit ist sie oft mit dem Rad unterwegs, und auch dabei muss man für alle Gefahren gewappnet sein. Deshalb interessiert sich die Seniorin auch für das neue Fahrradtraining der städtischen Kampagne „Fahr-Rad in Aachen” und der Aachener Polizei.

Ab Frühjahr laden geschulte Mitarbeiter speziell Senioren ein, kostenfrei mehr über die seit September 2009 veränderten Fahrrad-Regeln der Straßenverkehrsordnung zu erfahren. „Neu ist zum Beispiel, dass Radfahrer Einbahnstraßen von beiden Seiten befahren dürfen”, schildert Stephanie Küppers, Leiterin der Kampagne „Fahr-Rad in Aachen”. Auf einem speziellen Übungsparcours lernt außerdem jeder Teilnehmer, wie er sich am sichersten durch den Stadtverkehr manövriert und die neuen Gesetzesregelungen am besten anwendet.

Für Küppers und ihre Projektkollegen ist es wichtig, möglichst viele Senioren für das neue Fahrradtraining zu gewinnen. Radfahren sei auch im Alter eine gute Mobilitätsmöglichkeit. Wo genau sich Interessierte anmelden könnten und an welchen Tagen und Orten die Kurse stattfänden, würde noch rechtzeitig bekannt gegeben, verspricht Küppers. Informationen über die aktuellen Angebote sind in der Projektbroschüre nachzulesen. Sie liegt in vielen städtischen Einrichtungen zum Mitnehmen bereit.

In der Broschüre sind außerdem alle wichtigen Informationen zur „Busschule 60 Plus” zu finden, denn auch sie soll in diesem Jahr zu neuen Sonderfahrten starten. Norbert Karl und seine Projektkollegin Birgit Brand von der Aseag freuen sich über die große Nachfrage der Senioren: Mit den Projektkursen könne man sinnvoll auf die demographische Wandlung der Gesellschaft reagieren.
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