Aachen - „World Harmony Run”: Symbol des Friedens und der Freundschaft

„World Harmony Run”: Symbol des Friedens und der Freundschaft

Von: Daniel Gerhards
Letzte Aktualisierung:
World Harmony Run:  Die Läufe
World Harmony Run: Die Läufer besuchten auch die Bilal Moschee an der Professor-Pirlet-Straße. Mit der Fackel wollen sie ihren Friedenswunsch weitergeben. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Als die Läufer mit ihrer Fackel über die Schumacherstraße auf den Synagogenplatz kamen, erinnerte das ein wenig an das olympische Feuer erinnert.

Doch die Läufer, die dann vor dem jüdischen Gebetshaus Halt machten, hatten alle samt der Schriftzug „World Harmony Run” auf ihren T-Shirts und Jacken stehen. Ihnen geht es um Frieden.

25-jähriges Jubiläum

Der „World Harmony Run” ist der weltweit größte Fackellauf. Die Organisatoren haben sich auf die Fahne geschrieben, Frieden und harmonisches Zusammenleben zwischen den Menschen unterschiedlicher Nationen, Kulturen und Religionen zu fördern. Der „World Harmony Run” feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Jubiläum. Insgesamt liegen in diesem Jahr rund 100 Länder auf der Route des Laufs.

An der Synagoge wollten die Läufer die Fackel, die ein Symbol der Freundschaft sein soll, an Rabbiner Max Bohrer übergeben. Der freute sich zwar über den Besuch, gab eine Führung durch die Synagoge und sprach mit den sportlichen Besuchern über das Judentum, doch die Fackel durfte er wegen des Sabbats nicht annehmen.

Mit dem Lauf wolle man „Offenheit und Verständnis zeigen”, sagte Vasanti Nimez, Koordinatorin des Laufs. So wolle man auch zu den Schulen, Institutionen, Vereinen, Laufclubs, Parlamenten, Rathäusern, Kirchen, Moscheen und Synagogen die Botschaft von Frieden und Harmonie bringen. Nimez: „Wir glauben nicht, dass wir Frieden zu den Menschen bringen. Aber mit der Fackel wollen wir einen Friedenswunsch weitergeben.” In Europa legen die Läufer des „World Harmony Runs” bis zum Abschluss in Wien 24.000 Kilometer in 45 Ländern zurück. Jedes Läuferteam schafft täglich 80 bis 140 Kilometer. Dabei wechseln sich die Sportler ab, so dass jeder etwa zehn Kilometer an Tag läuft. Die Besetzung der Teams wechselt häufig, da sich die ehrenamtlichen Teilnehmer meist nur für einige Tage oder Wochen Urlaub genommen haben. „Jeder kann auf seine eigene Weise ein Schritt für dieses Anliegen machen”, sagte Nimez.

Die zehn Läufer machten sich auch sogleich wieder auf den Weg. Schließlich liegt noch eine Menge Wegstrecke vor ihnen. In Aachen besuchten sie noch die islamische Gemeinde in der Moschee an der Professor-Pirlet-Straße. Zudem wurden sie im Dom empfangen.
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