Aachen - Wohnungsbau: Positive Bilanz

Wohnungsbau: Positive Bilanz

Von: Georg Dünnwald
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Aachen. Eine positive Bilanz ihrer Wohnungsbauförderung zogen am Montag Uwe Zink als Baudezernent der Städteregion, Johann Körfer, der Leiter des städtischen Fachbereichs Wohnen, und dessen Pendant in der Städteregion, Norbert Langohr.

Körfer: „In Aachen haben wir seit dem Jahr 2000 den sogenannten Quotenbeschluss, das heißt, dass 20 Prozent der Neubaumaßnahmen mit öffentlichen Mitteln gefördert werden müssen. Seit 2007 haben wir den Baulandbeschluss, und der bedeutet, dass bei Grundstücken, die über einen halben Hektar groß sind, ein Teil öffentlich berücksichtigt werden muss.“ Köln und Düsseldorf würden da weit hinterherhinken, „die fangen erst jetzt damit an“.

Die Folge sei, dass sich das Land NRW mit Fördermitteln nicht lumpen ließe. Im Jahr 2014 sind städteregionsweit 35,6 Millionen Euro für die Wohnbauförderung vorgesehen, für die Stadt alleine fast 33,3 Millionen Euro. „Wohnungsbaupolitik ist auch Wirtschaftsförderung. Überlegen Sie mal, wie viele regionale Firmen dadurch unterstützt werden“, sagte Körfer jetzt vor Journalisten. Und Norbert Langohr ergänzte, dass das Investitionsvolumen der öffentlichen Fördermittel durchaus noch einmal verdoppelt werden könne. „So viel wird in der Städteregion pro Jahr verbaut“, erklärten Zink, Körfer und Langohr unisono.

In Aachen, so Körfer, sei der Bedarf gewaltig, „wir werden froh sein, wenn wir den Verlust von 1304 Wohnungen aus der Zweckbindung zur Hälfte ausgeglichen bekommen“. In den Jahren 2010 bis 2013 sind 347 Wohnungen öffentlich gefördert worden, in diesem Tempo wird es in den nächsten Jahren weitergehen.

„Wenn sich Investoren alle an bestimmte Auflagen halten würden, könnten wir auch mehr fördern“, sind sich die drei kommunalen Beamten sicher. Körfer: „Wir laufen den Verlusten hinterher.“ Der Bedarf am sogenannten sozialen Wohnungsbau sei erheblich höher.

Zink und Langohr bestätigten, dass sowohl in der Stadt als auch im Altkreis jeder Antrag in den vergangenen zehn Jahren positiv entschieden wurde. Den riesigen Unterschied zwischen den Fördersummen von rund 90,7 Prozent für die Stadt Aachen und 9,3 Prozent für den Altkreis erklärten beide mit der Menge der Anträge und mit weiteren Fördermitteln, die vom Land fließen würden. Die Städteregion einschließlich der Stadt Aachen liege bei der Verteilung von Fördermitteln weit über dem Landesdurchschnitt. Das Land gebe 450 Millionen Euro jährlich aus.

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