Wochenmarkt sichert die Nahversorgung

Von: Daniel Gerhards
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Der Wochenmarkt am Kronenberg
Der Wochenmarkt am Kronenberg von Marcel Philipp offiziell eröffnet, mit dabei waren auch Edmund Feiter (r.)und Bernd Krämer von der IG Aachener Wochenmarktbeschicker. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Paul und Barbara Mertens haben schon früh morgens eingekauft. Für das Rentnerehepaar ist der neue Wochenmarkt am Kronenberg eine echte Erleichterung.

Denn seit der Supermarkt im Viertel und auch der Metzger und die Bäckerei schlossen, blieb den Mertens bislang nur die Vaalser Straße für den täglichen Einkauf.

Doch seit zwei Monaten findet jeden Mittwoch, in der Zeit von 7 bis 13 Uhr, der Wochenmarkt gleich neben der Kirche St. Hubertus statt. An neun Ständen gibt es Fleisch, Käse, Brot, Obst, Gemüse, Blumen, Feinkost und Wein. Und bisher läuft es für die Händler gut, obwohl der Wochenmarkt bisher zur probeweise stattfindet.

„Er wird sehr gut angenommen. Ich habe bisher von keinem der Händler etwas Negatives gehört. Das ist gerade in der Anfangszeit außergewöhnlich”, sagt Bernd Krämer, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Aachener Wochenmarktbeschicker.

Die positiven Erfahrungen aus der Startphase waren für Oberbürgermeister Marcel Philipp Grund genug, den Markt nun auch offiziell zu eröffnen. Er erklärte, dass die Händler mit ihren Marktständen einen wichtigen Beitrag zur „Nahversorgung” in dem Viertel im Aachener Westen leisten können.

Ob der Markt auch dauerhaft am Kronenberg bleibt, liegt indes in der Hand der Anwohner. Kommen sie regelmäßig, um ihre Einkäufe zu erledigen, dann lohnt es sich auch für die Händler. „Ich denke schon, dass sich der Markt bewährt. In diesem Viertel leben viele ältere Menschen. Die haben zwar Zeit, aber sind nicht mehr so mobil”, sagte Philipp.

Neben einer Einkaufs- hat sich aber auch schon eine Kommunikationskultur am Kronenberg herausgebildet. „Hier trifft man immer Bekannte zum Quatschen”, sagte Barbara Mertens.

Trotz all dieser guten Voraussetzungen tat Bernd Krämer noch etwas, um die Einkaufsfreude anzukurbeln: Mit einem Schreiben verteilte er fünf Euro an die Besucher des Markts, die gleich an den Ständen umgesetzt werden sollten. Zudem gab es von allen Händlern kleine Geschenke für ihre Kunden. Die Mertens jedenfalls werden wiederkommen.
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