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Wissen und Würfelglück: „Ahha” heißt das Aachener Quellenspiel

Von: Heinrich Schauerte
Letzte Aktualisierung:
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Spaß haben und lernen: Auf Grundlage eines alten Stadtplans haben Schülerinnen von St. Ursula ein neues Spiel rund um das Aachener Quellwasser erdacht und gestaltet. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Kinder sollen heute ja spielerisch lernen. Warum also nicht gleich selbst ein Spiel erfinden und dabei lernen? Das dachten sich zehn Schülerinnen von St. Ursula unter der Leitung von Mittelstufenkoordinatorin Monika Ochel und nutzten die Projekttage ihres Gymnasiums zur Entwicklung eines neuen Aachener Quellenspiels.

Es heißt „Ahha” und zeigt einen alten Stadtplan von Aachen nebst dem nahen Städtchen Burtscheid mit seinen noch heißeren Quellen. Dieser Plan wurde um die Mitte des 19. Jahrhunderts von einem Major von Rappard gefertigt.

Während die echte Thermalwasserroute, aus Mangel an Hinweisen vor Ort, in den Straßen der beiden inzwischen zusammengewachsenen Städte nur schwer auszumachen ist, soll ihre Darstellung auf dem Spielbrett einen guten Überblick über die Lage der Quellen bieten. Damit der fiktive Rundgang aber nicht zu leicht wird und das Spiel spannend bleibt, sind zahlreiche Schikanen zu überwinden und Wissensfragen zu beantworten. Wer gewinnen will, braucht Glück beim Würfeln und allerhand Wissen über Aachens heiße Quellen.

Die Spielregeln sind nicht ganz einfach. Um den Stadtplan herum sind 68 Felder drapiert, über die man mit den Spielfiguren zieht - übrigens sind auch diese von den Schülerinnen selbst aus Kunststoff modelliert worden. Es beginnt beim Reichsapfel, und je nach Würfelglück kommt man auf ein Wissensfeld, wo es allerhand knifflige Fragen zu beantworten gibt.

Für richtige Antworten erhält man ein Teil eines Puzzles mit Aachener Motiven, das es zusammenzusetzen gilt. Man muss also nicht nur am Ziel ankommen, sondern auch das Puzzle richtig hinkriegen. Dummerweise kann man Puzzleteile auch verlieren, so dass die Ermittlung des Siegers ein Spiel für sich ist.

Wer Pech hat, bekommt statt der Wissens- eine Schikanekarte. So kann man etwa in eine Quelle fallen oder hat die Badesachen vergessen - und muss warten, bis alle anderen vorbei sind. Es geht aber auch umgekehrt: Wer sich überwunden und Quellwasser getrunken hat, darf fünf Felder vorrücken. Vor allem aber: Wer durch einen Handy-Anruf gestört wird, setzt ein Feld zurück. Also wohl eine harte Schikane für Jugendliche.

Es geht aber nicht nur um Gebäude, es kommen auch berühmte Badeärzte vor, etwa ein gewisser Bernhard Maximilian Lersch, der für die Schülerinnen von St. Ursula eine besondere Bedeutung hat. Womöglich hat er nämlich auf dem heutigen Schulgelände oder in unmittelbarer Umgebung praktiziert und dort auch ein Spital betrieben, wo er Kriegsverwundete kostenlos behandelt hat.

Das Spiel, von dem erst einmal zehn Exemplare in Handarbeit gefertigt wurden, ist in Zusammenarbeit mit der Projektgruppe Thermalwasserroute der Bürgerstiftung Lebensraum Aachen entstanden. Sollte es sich als so erfolgreich erweisen, dass es verkauft werden kann, gehen die Gewinne an die Bürgerstiftung und tragen so dazu bei, der Realisierung der echten Thermalwasserroute in Aachen ein Stück näher zu kommen.
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