Aachen - Windräder werden nicht vor 2015 gebaut

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Windräder werden nicht vor 2015 gebaut

Von: wb
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Windräder
Die Stawag will ein „öffentliches Verfahren“ für Projekte. Dadurch kommt es beim Windpark Münsterwald zu weiteren Verzögerungen. Symbolbild: dpa

Aachen. „Vereinfachtes Verfahren“ war früher, künftig soll es ein „öffentliches Verfahren“ sein. Aber eine einigermaßen komplizierte Prozedur unter Beteiligung diverser Behörden dürfte die Genehmigung von Windkraftanlagen trotz allem bleiben.

Dennoch will die Stawag ihre noch in der Planung befindlichen Windparkprojekte nun in öffentlichen Verfahren zum Abschluss bringen. Das führt zu weiteren Verzögerungen.

„Inhaltlich dürfte es da keine Überraschungen geben“, meint Stawag-Pressesprecherin Eva Wu­ßing. Mit den Plänen zur Errichtung von elf neuen Windrädern – sieben im Münsterwald nahe der Himmelsleiter, vier im Aachener Norden – sind diverse Behörden bis hin zur Bezirksregierung in Köln schon eine geraume Zeit befasst. Allein: Die Immissionsschutzrechtliche Genehmigung für die Rotoren steht noch aus.

Dank des nun angepeilten Verfahrenswechsels dürfte es noch ein Weilchen länger dauern. „Aber es ist von Vorteil für die Bürger“, erklärt Eva Wußing, „sie bekommen mehr Einsicht, und das wird für sie alles transparenter.“ Die Antragsunterlagen werden von der Genehmigungsbehörde über einen Zeitraum von eine Monat ausgelegt. Die Bürger haben die Möglichkeit, Einwendungen einzureichen. Laut Wußing ergibt sich damit womöglich für manch einen, der sich bislang nicht ausreichend über das Vorhaben informiert fühlt, eine neue Chance, sich mit den Plänen vertraut zu machen.

Aber auch die Stawag sieht für sich im neuen „öffentlichen Verfahren“ Vorteile. „Das gibt mehr Rechtssicherheit“, sagt die Unternehmenssprecherin vor dem Hintergrund neuer Rechtsprechungen. Wie das konkret gehandhabt werden soll, steht noch nicht fest. Details würden derzeit festgelegt, erklärt Eva Wußing. Klar ist hingegen schon, dass sich das Genehmigungsverfahren durch den Wechsel weiter verzögern wird. Die Stawag rechnet damit, dass die Windkraftanlagen in Aachen „nicht vor 2015“ gebaut werden.

Dennoch will das Unternehmen am Ziel, die Windenergie in Aachen auszubauen, weiter festhalten. „Windenergie nimmt in unserer strategischen Ausrichtung eine große Rolle ein“, sagt Frank Brösse, Geschäftsführer der Stawag Solar GmbH, die diese Anlagen realisieren und betreiben wird. „Auch nach den geplanten Reformvorschlägen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes wird die Windenergie zumindest bei den von uns avisierten Standorten weiterhin wirtschaftlich sein.“

Die Stawag hat sich zum Ziel gesetzt, im Jahr 2020 aus eigenen Ökostromanlagen 600 Millionen Kilowattstunden Strom zu produzieren und damit allen Aachener Haushalten „sauberen“ Strom anbieten zu können.

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