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Windpark: Einsprüche bis 4. März möglich

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Aachen. Das umstrittene Windkraftprojekt im Münsterwald geht in die nächste Phase. Die Genehmigungsanträge für die sieben Windräder und die dazugehörigen Antragsunterlagen werden in der Zeit vom 19. Januar bis 18. Februar an vier Standorten öffentlich ausgelegt.

Im Verwaltungsgebäude Marschiertor (Zimmer 400), im Bezirksamt Kornelimünster/Walheim (Sitzungssaal), in der Gemeindeverwaltung Roetgen (Rathaus Hauptstraße 55, Zimmer 20) und in der Verwaltung der belgischen Gemeinde Raeren (Bauamt, Hauptstraße 30). Das teilt das städtische Presseamt mit.

Die Unterlagen umfassen Antragsformulare, topografische Karten, eine technische Beschreibung und amtliche Lagepläne, Angaben zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen und zum Aufkommen von Abfällen sowie zur Entwässerung von Niederschlägen.

Hinzu kommen Prognosen zum Schall und zum Schattenwurf, eine Beschreibung der Sicherheitseinrichtungen, ein Brandschutzkonzept, Unterlagen über die Standsicherheit der Türme, ein Gutachten über die baustatische Sicherheit des Maschinenhauses und der Rotorblätter und ein so genanntes Turbulenzgutachten.

Artenschutz

Weiter liegen vor: ein Gutachten zum Artenschutz, eine gesonderte Untersuchung zum Vorkommen von Schwarzstorch und Rotmilan im Münsterwald und zu den von den Windkraftanlagen ausgehenden Auswirkungen auf die beiden Vogelarten. Schließlich können sich Interessierte informieren über den landschaftspflegerischen Begleitplan, eine „Natura 2000“-Verträglichkeitsuntersuchung, eine Umweltverträglichkeitsstudie, ein Baugrundgutachten und ein Konzept der ökologischen Baubegleitung. Einwendungen gegen das Vorhaben können in der Zeit vom 19. Januar bis 4. März bei der Stadtverwaltung Aachen, beim Fachbereich Umwelt und im Bezirksamt Kornelimünster/Walheim schriftlich erhoben werden.

196 Meter Höhe

Termin zur Erörterung der rechtzeitig gegen das Projekt vorgebrachten Einwendungen ist Dienstag, 28. April, ab 10 Uhr in der Aula des Inda-Gymnasiums, Gangolfsweg 52 in Kornelimünster.

Die Windkraftanlagen sollen südlich von Schmithof gebaut werden, fünf davon westlich, zwei östlich der Himmelsleiter. Die Stawag Solar GmbH will Anlagen des Typs Vestas V 112 mit 140 Meter Nabenhöhe, 112 Meter Rotordurchmesser, 196 Meter Gesamthöhe und einer Nennleistung von 3300 Kilowatt errichten lassen. Sofern eine Genehmigung für die Anlagen erteilt wird, sollen sie 2016 in Betrieb gehen, der Baubeginn wäre Ende diesen Jahres.

Die Gegner der Windkraftanlagen im Münsterwald sorgen sich unter anderem um das Landschaftsbild und halten auch Tierarten, etwa Zugvögel und Fledermäuse, durch die riesigen Rotoren für gefährdet. Zugleich zweifeln sie aber auch die bisherigen Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Anlagen an.

So fehle es noch an seriösen Windmessungen, behaupten die Gegner des geplanten Münsterwald-Windparks. Sie fordern unter anderem die Errichtung eines provisorischen Messturms zur Ermittlung exakter Windwerte, um der Stawag eine Fehlinvestition zu ersparen.

Jetzt hat die Stawag angekündigt, im Münsterwald ein Mess­system aufstellen zu lassen, das in den nächsten Monaten die Windgeschwindigkeiten ermitteln soll.

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