Windkrafträder: FDP fühlt sich missverstanden

Von: dd/ft/ml
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Windkrafträder: Die FDP fühlt sich missverstanden. Foto: P. Stollenwerk

Aachen. Die FDP fühlt sich missverstanden. Diesmal nicht vom Wähler, sondern vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) und vor allem vom Aachener Nabu-Vorsitzenden Claus Mayr.

„Der Herr Mayr scheint etwas gegen die FDP zu haben”, glaubt Ratsherr Peter Blum und verweist darauf, dass der Nabu mit seiner Kritik an der Rats-FDP völlig daneben liege.

In einer Presseerklärung - die die „Nachrichten” am 23. März veröffentlichten - hatte der Nabu den Liberalen vorgeworfen, in den Stadtbezirken nach dem „St.-Florians-Prinzip” zu handeln. Es geht um die geplanten Windräder im Münsterwald und in Vetschau. Gegen beide Standorte spricht sich die Aachener FDP aus.

Blum und Eckhart Mueller, der für die FDP im Wohnungs- und Liegenschaftenausschuss als sachkundiger Bürger sitzt, wundern sich: „Wir haben uns als einzige der Ratsparteien gegen das Abholzen wesentlicher Teile des Münsterwaldes ausgesprochen.” Und diese Einstellung würden doch der Nabu und der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) ebenfalls teilen.

Blum fragt sich, „Was den Herrn Mayr reitet. Welche Motive hat er?” Und hat auch eine mögliche Antwort parat: „Vielleicht attackiert und Herr Mayr nur deshalb, weil sein Nabu von der Stadt und dem Land eine bemerkenswerte Förderung von insgesamt 150.000 Euro über fünf Jahre erhält.” Der Wahlkampf zur vorgezogenen Landtagswahl am 13. Mai lässt grüßen.

Mueller, Blum und auch Dietmar Spotke, der für die Süd-FDP spricht, regt auch auf, dass der Nabu ihnen vorwirft keine Alternativen für abgelehnte Standorte zu benennen. „Gisela Nacken, die Umweltdezernentin, ist per Beschluss des Umweltausschusses verpflichtet worden, mit den Nachbarn aus der Städteregion zu reden. Das hat sie nie getan und in öffentlichen Veranstaltungen sogar abgelehnt. Die Verwaltung hätte Alternativen aufzeigen müssen”, sagt Blum.

Und nicht die FDP. „Niemand käme auf die Idee, von den Gegnern von Gorleben zu fordern, Alternativen für die Endlagerung von Atommüll zu nennen”, so Blum. Aber: „Ich sehe keine absolute Notwendigkeit, Windkraftanlagen im Wald zu bauen, Grünflächen sind dafür besser geeignet”. Vielmehr seien die Angaben zum Bau der sieben geplanten Windkraftwerkanlagen der Stadt unvollständig und „offensichtlich falsch” unterstellt Eckhart Mueller der Verwaltung unrichtige Angaben.
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