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Windenergie: Prüfstand entsteht auf dem RWTH-Campus

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Aachen. Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW), verantwortlich für das Immobilienmanagement des Landes Nordrhein-Westfalen, hat auf dem RWTH Aachen Campus (Campus Melaten) mit den Bauarbeiten des Prüfstands- und Forschungsgebäudes „Center for Wind Power Drives (CWD)“ des Clusters Schwerlastantriebstechnik begonnen. Der Nutzungsbeginn des Forschungsbaus ist für September 2014 geplant.

 Neben Räumlichkeiten, die den Forschern zur interdisziplinären Zusammenarbeit in Großprojekten dienen, beinhaltet der vom Bund und Land Nordrhein-Westfalen geförderte Forschungsbau einen 4-Megawatt-Systemprüfstand für On-Shore-Windenergieanlagen mit einem einzigartigen Funktionsumfang.

Der Prüfstand -entwickelt im Rahmen eines NRW-Projektes gemeinsam mit Industrieunternehmen der Windenergiebranche an der RWTH Aachen – ermöglicht den Test von Windenergieanlagen unter Praxisbedingungen im Labor. „Diese neue Funktionalität des Prüfstandes birgt erhebliches Potential, die Entwicklungsprozesse für künftige Windenergieanlagen zu beschleunigen und zu verbessern“, so Prof. Dr.-Ing. Georg Jacobs, Clusterleitung Schwerlastantriebstechnik.

„Über 50 Experten aus sieben Instituten der RWTH-Fachbereiche Maschinenbau und Elektrotechnik können zukünftig im Center for Wind Power Drives auf diesen Prüfstand zugreifen.“ Das Cluster Schwerlastantriebstechnik, eines von insgesamt 19 Forschungsclustern auf dem RWTH Aachen Campus, führt Forschungs- und Entwicklungsarbeiten an hochbelasteten Antriebssystemen durch. Das CWD ist innerhalb dieses Forschungsclusters auf den Bereich Antriebstechnik von Windenergieanlagen (WEA) spezialisiert.

Ute Willems, Stellvertretende Niederlassungsleiterin der BLB-Niederlassung Aachen, über den 2.500 Quadratmeter großen Neubau: „Das Gebäude bietet mit einer Versuchsstandhalle inklusive Montagebereich, Werkstatt, Technik- und Lagerflächen sowie Büro-, Seminar- und Sozialräumen ein optimales Forschungsumfeld.“ Über 100 Tonnen schwere und 14 Meter lange Windgondeln können auf dem Prüfstand getestet werden.

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) von Bund und Ländern bewilligte Ende 2011 den RWTH-Antrag für den Forschungsbau „Center for Wind Power Drives“. Der Wissenschaftsrat bescheinigte dem Forschungsvorhaben zur Weiterentwicklung der Gebrauchsdauer und Energieeffizienz von Windenergieanlagen eine hohe wissenschafts- und industriepolitische Relevanz und bewilligte für das Gebäude inklusive des neuen Prüfstandes ein Investitionsvolumen von rund 25 Millionen Euro.

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