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Wie ein Umzug oder ein neuer Job

Von: mg
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Aachen. Als erwachsener Mensch muss man sich die Sache wohl vorstellen wie eine neue Arbeitsstelle - neuer Chef, neue Kollegen, neue Aufgaben - oder wie den Umzug in eine fremde Stadt - neue Straßen, neue Nachbarn, neue Geschäfte.

Der Start an einer Schule ist ein Riesenschritt für jedes Kind, egal ob es ins erste Schuljahr kommt, nach der Grundschule auf die weiterführende Schule wechselt oder als Jugendlicher noch mal neu an einer Schule anfängt.

Andrea Weyer, Geschäftsführerin des Kinderschutzbunds in Aachen, hat häufig mit dem Thema Wechsel zu tun. Seit zehn Jahren begleitet Weyer Aachener Grundschulen, wenn es um das Thema Schulwechsel geht.

Die künftigen i-Dötzchen, sagt sie, gehen meist unbefangen an die Schule heran. „Die Kinder freuen sich riesig auf die Schule. Sie wollen lernen, und sie wollen groß sein.” Bei den angehenden Erstklässlern sind es oft die Eltern, denen es schwerfällt, loszulassen und zuzusehen, wie das Kind einen großen Schritt in die Selbstständigkeit tut.

„Der Schulwechsel ist etwas richtig Großes für die Kinder”, sagt Weyer, „darauf sollten sie gut vorbereitet sein.” Bei kleinen Kindern ist es zum Beispiel wichtig, den Schulweg kennenzulernen und einzuüben. Hilfreich ist es aus Weyers Sicht auch, wenn das Kind gemeinsam mit bekannten Gesichtern an die neuen Schule wechseln kann: „Und das muss nicht einmal unbedingt die beste Freundin sein.”

Wer ganz alleine und ganz fremd an der neuen Schule ist, tut sich am besten mit anderen zusammen, die in der gleichen Situation sind. „Freundschaften”, sagt Andrea Weyer, „wachsen dann ganz von selbst”.

Der erste Schultag an einer neuen Schule ist ein wichtiger Tag. Deshalb, so der Rat der Expertin, sollten Eltern diesen Tag ruhig besonders würdigen, etwa mit einer kleinen Feier. Auf jeden Fall sollten Mütter und Väter Interesse zeigen und beobachten, wie das Kind sich in der neuen Umgebung fühlt.

Eltern sollten aber auch darauf achten, dass der Alltag nicht nur mit Schule gefüllt ist. „Kinder brauchen Freiraum, sie müssen den Gedanken an die Schule auch mal loslassen können. Und die Schule sollte das Familienleben nicht völlig vereinnahmen.”
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