Aachen - Wie der Öcher die Sache mit den heiligen „Hoddele“ erklärt

CHIO-Header

Wie der Öcher die Sache mit den heiligen „Hoddele“ erklärt

Von: Wolfgang Schumacher
Letzte Aktualisierung:
8056132.jpg
Eine von zwei Talkrunden zum Abschluss: Moderator Bernd Mathieu, Caroline Reinartz, Weihbischof Karl Reger, Gabriele Philipp und Sandra Albarus (von rechts) ließen die Heiligtumsfahrt Revue passieren. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ein letztes Mal für die nächsten sieben Jahre vor großer Bühnenkulisse auf dem Katschhof: „Adieda in 7 Jahren“ hieß es Sonntagabend auf der großen Anzeigetafel nach zehn aufregenden Tagen für die Gläubigen in der Pilgerstadt Aachen.

Bernd Mathieu, Chefredakteur der „Aachener Nachrichten“, moderierte vor rund 600 Menschen die wirklich letzte Veranstaltung der zehntägigen Heiligtumsfahrt 2014 am späteren Abend. Wie liebenswert diese Stadt sich immer wieder bei würdigen Ereignisse wie eben der diesjährigen Pilgerfahrt oder bei Karlspreis und Karlsausstellungen zu präsentieren weiß, zeigte am Sonntag ein Programm, das mit seiner Nähe zu den Menschen und mit einer durchweg kurzweiligen Zusammenstellung bestach.

Pünktlich zur Eröffnung des Abends mit Domkapitular Rolf-Peter Cremer ertönte oben vom Marienturm des Rathauses die Öcher Nationalhymne „Urbs Aquensis“ . Das Glockenspiel im Turm, klärte „Zeremonienmeister“ Karl Allgaier auf, sei gerade rechtzeitig auf die Minute genau programmiert worden – es funktionierte perfekt.

Selbstverständlich durften die Kinder aus der unmittelbar angrenzenden Domsingschule direkt die große Bühne erobern – und gesanglich loslegen. Inzwischen hatte sich auch Bischof Heinrich Mussinghoff eingefunden, selbstredend saß Dompropst Helmut Poqué bereits von Beginn in der ersten Reihe, OB Marcel Philipp begleitete Frau Gabriele, die als Talkgast auf der Bühne geladen war.

Das Abschlussfest wurde völlig unprätentiös aufgelockert durch gelungene Auftritte in Öcher Platt. So sangen die Kinder der Domsingschule in der Mundart, der zwölfköpfige Chor „capella A capella“ trällerte in gewohnt professioneller Manier etwa das „Lied vom alten Kaiser Karl“. Unnachahmlich die Platt-Dialoge von Manfred Birmans und Karl Allgaier zur Bedeutung „der Hoddelle“, wie der Öcher sprachlich korrekt die bedeutenden Tuchreliquien der katholischen Kirche, die in Aachen ruhen, nennt. Beinahe philosophisch mutete der sprachliche Humor an, mit dem Allgaier und Birmans die Bedeutung des Lendentuchs und der Windel Jesu in der Mundart beschrieben.

Dann berichteten in einer Talkrunde – eine zweite folgte – unter anderem Caroline Reinartz über den spirituellen Wert der Heiligtumsfahrt für die Katholiken in dieser Stadt: „Direkt nach dem Krieg“ , so Reinartz, „waren wir so froh, wieder öffentlich den christlichen Glauben bekennen zu können.“ Weihbischof Karl Reger fasste zusammen: „Die vielen Kinder, die teilgenommen haben, das hat Freude gemacht.“ Das gebe viel Hoffnung für die Zukunft der Kirche, sagte der Weihbischof.

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert