Aachen - „Weststadt statt Weltstadt“: Umfangreiches Buch der Sammlung Crous

WirHier Freisteller

„Weststadt statt Weltstadt“: Umfangreiches Buch der Sammlung Crous

Von: Georg Dünnwald
Letzte Aktualisierung:
8492394.jpg
Werner Pfeil, Marcel Emonds und Dieter Bischof (von links) präsentieren das Buch „Weststadt statt Weltstadt“. Foto: Helmut Koch

Aachen. „Das ist das sechste Buch in unserer Schriftenreihe“, sagt Dieter Bischoff als Geschäftsführer der Sammlung Crous gGmbH. „Weststadt statt Weltstadt“ heißt das umfangreiche Werk, an dem 25 Autoren in 27 Artikeln die Aachener Ereignisse der Zeit zwischen 1914 und 1929 beschreiben und einzelne Öcher exemplarisch porträtieren.

„Auch über Lennet Kann ist etwas zu lesen“, sagt AKV-Präsident Werner Pfeil. Der Aachener Karnevalsverein (AKV) ist einziger Gesellschafter der Sammlung Crous und Pfeil der Beiratsvorsitzende der sich auf Aachener Geschichte spezialisierenden Sammlung.

„Eigentlich begann das Elend in Aachen ja erst mit dem Ende des Ersten Weltkrieges“, vermutet Bischoff. Denn seit dieser Zeit war Aachen von belgischen Truppen besetzt, die bis zum Jahr 1929 in der ehemaligen Kaiserstadt blieben. „Der Artikel über die Separatisten mutet wie ein Krimi an“, beschreibt der Jurist Pfeil den Inhalt des Werks und fügt an. „Selbstverständlich haben wir sehr viele Fotos aus unserer Sammlung im Buch untergebracht.“

Zur Karlsfeier im Jahr 1914 beginnt das Buch, schlägt einen Bogen über die Mobilmachung nach der Ermordung des österreichischen Thronfolgers streift den Steckrübenwinter, betrachtet die Zeit von Superinflation und Notgeld des Jahres 1923, bis Gustav Stresemann mit der Rentenmark die Währung wieder einigermaßen solide gestaltete. Ein Artikel handelt vom letzten Besuch des Kaisers in Aachen, einer befasst sich mit dem in den 1920er entstehenden Vorläufer des CHIO, selbst die Druckmaschine, auf der die erste Ausgabe der „Aachener Nachrichten“ zum 24. Januar 1945 gedruckt wurde, ist zu sehen. Pfeil und Bischoff schwärmen: „Wer mehr von Aachen wissen will, kommt an ‚Weststadt statt Weltstadt‘ nicht vorbei.“

Das Buch ist ab dem heutigen Dienstag in der Mayerschen Buchhandlung, Buchkremerstraße 1-7, zum Preis von 29,99 Euro zu haben. Am Dienstagabend wird auch die Ausstellung „Weststadt statt Weltstadt“ in der Kundenhalle der Sparkasse Aachen, Friedrich-Wilhelm-Platz, gegenüber dem Elisenbrunnen um 19 Uhr eröffnet. Werner Tschacher vom Historischen Institut der RWTH Aachen gibt eine kurze Einführung ins Thema, dann vergibt die Sammlung Crous ihren alljährlichen Geschichtspreis.

Ab Mittwoch, 10. September, bis zum Samstag, 11. Oktober, können Interessierte die zahlreichen Schautafeln mit erklärenden Beschreibungen und beeindruckenden Fotos zu den Öffnungszeiten betrachten.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert