West-Afrika Initiative feiert und informiert

Von: Dörte Schulz
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Stolz präsentieren Dagmar Vogeler-Yildirim (links) und Birgitta Osman die Facebook-Seite der West-Afrika Initiative, die von den ersten Volontären in Salaga als Geschenk an die WAI erstellt wurde. Foto: Harald Krömer

Aachen. Die West-Afrika Initiative Aachen (WAI) ist ein noch recht junger Verein. im März feiert er erst seinen sechsten Geburtstag. Dennoch hat der kleine gemeinnützige Verein bereits viel erreicht. Seit seiner Gründung beschäftigt er sich mit Themen, die vorwiegend die Integration von Afrikanern in Deutschland betreffen. Gleichzeitig unterstützt der Verein gezielt Projekte in West-Afrika, aktuell in Ghana.

Diese Projekte stehen im Mittelpunkt der siebten Afrikanischen Nacht, zu der die WAI am Samstag in die Katholische Hochschulgemeidne (KHG) einlädt.

So berichtet die Vereinsvorsitzende Dagmar Vogeler-Yildirim etwa von einem Waisenhaus in der Hauptstadt Accra, das sie eine „Arche des Friedens“ nennt, denn hier werde kein Kind geschlagen oder sich selbst überlassen. Der Leiter des Waisenhauses, Pfarrer James Kotey, begann seine Arbeit im Jahr 2007, als sein Sohn von zwei kleinen Kindern erzählte, die aus der Kanalisation Essensreste fischten. Pfarrer Kotey erfuhr, dass die verarmte Mutter der Kinder nach dem Verschwinden des Vaters ein zweites Mal geheiratet hatte. Der neue Ehemann wollte die Kinder aber nicht und so wurden sie einfach fortgeschickt – ähnlich ergeht es vielen Straßenkindern in Accra.

Die Geschwister waren die ersten Kinder, die der Pfarrer in seinem Haus aufnahm. Ein Jahr später entschloss er sich, sein kleines Haus für Straßen- und Waisenkinder zu öffnen. Heute leben 15 Kinder bei James und seiner Frau, die selbst zwei Kinder haben.

Paten für Waisenhaus gesucht

Die WAI sucht nun Paten für dieses Waisenhaus. Mit 30 Euro im Monat könne ein großer Teil der Bedürfnisse eines Kindes abgedeckt werden, inklusive des Schulgeldes und des Schulbedarfs. Die drei Paten, die das Waisenhaus im Moment unterstützen, können den Lebensweg eines bestimmten Kindes begleiten und verfolgen. Sie erhalten auch die Möglichkeit sich vor Ort selbst ein Bild von den Gegebenheiten zu machen und ihr Patenkind zu besuchen, denn das Team der WAI steht in engem Kontakt mit seinen Projektpartnern.

Das zweite Programm, das die WAI unterstützt, betrifft die Grundschule St. Peter‘s in Salaga, einer kleinen Stadt in der Savanne. Die Schule besteht aus einer Kinderkrippe, zwei Kindergartengruppen und den Grundschulklassen eins bis sechs. Gegen ein Schulgeld von drei Euro monatlich werden Kinder ab dem ersten Lebensjahr aufgenommen. „Wir nehmen bei jedem Besuch kleine Geldbeträge mit, die wir vor Ort übergeben. Dann kommen wir mit den Verantwortlichen ins Gespräch und fragen, was sie mit dem Geld machen möchten“, erklärt Birgitta Osman, die aktiv im Verein tätig ist, die Vorgehensweise.

So entstand auf Vorschlag der WAI ein Schulgarten, in dem Gemüse angebaut wird. Zudem wurden Dächer repariert, das Haus neu gestrichen und eine Veranda gebaut. Gerade wurde die Klasse sieben fertiggestellt, jetzt soll mit dem Bau der achten Klasse begonnen werden.

Mit der letzten Spende wurden drei strohgedeckte Häuser in traditioneller Lehmbauweise für Volontäre auf dem Schulgelände errichtet. Im Sommer 2012 waren die ersten vier Studenten für sechs Wochen vor Ort. Am Samstag werden einige von ihnen in der KHG davon berichten.

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