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Werkwochen: Mützen und Schals mit den Fingern gestrickt

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:
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Sind seit Jahrzehnten ein Renner: die Werkwochen in der Jugendbildungsstätte Rolleferberg, hier beim Abschlussfest. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Die Kinder bringen sich ein und entwickeln kreative Ideen für die Materialien, die sie vorfinden. Das ist das Rezept für den Erfolg der Werkwochen in der Jugendbildungsstätte Rolleferberg. 80 Kinder werden hier zwei Wochen lang unter der Leitung von rund 20 ehrenamtlichen Helfern und Künstlern kreativ.

Die zehnjährige Helen Marx etwa hat beim großen Kostümfest mit ihrem Elbenkostüm den ersten Preis gewonnen. Sie hat den Stoff gebatikt, Kleid und Umhang genäht und den dazugehörenden Schmuck gebastelt. Sie komme gerne zu den Werkwochen, sagt sie und am besten gefielen ihr die Spiele im Wald.

Für Abwechselung ist gesorgt. Neben den Kursen „Werken und Formen“ und „Gestalten“ gibt es auch jede Menge spezielle Angebote. Kochen, Hip-Hop, Video und Theater sind nur einige wenige Beispiele. Zum Kursende werden die Arbeiten der kleinen Feriengäste ausgestellt. Und da zeigt sich die Vielfalt der Beiträge, die von Fotoserien über mit Fingern gestrickte Schals und Mützen bis hin zu einem Marterpfahl aus Holz reichen.

Laut Sibylle Keupen von der Bleiberger Fabrik sind die Werkwochen inzwischen so beliebt, dass bis zu 30 Kinder auf der Warteliste stehen. Viele kämen Jahr für Jahr wieder und würden auch später als ehrenamtliche Betreuer dabei bleiben. Jeweils im Januar kommt ein Kalender heraus, dem die einzelnen Termine zu entnehmen sind. Werkwochen gibt es immer in den Ferien, aber nur im Sommer am Rolleferberg mit Übernachtung. Die Kinder kommen zum Großteil aus der Region, das eine oder andere Kind aber beispielsweise auch aus Süddeutschland. Mitmachen darf jeder ab sieben Jahren.

Am Rolleferberg finden die Feriengäste eine Menge an Materialen, mit denen sie arbeiten können. „Dabei verbreiten sich die Techniken wie ein Lauffeuer unter den Kindern“, erzählt Sibylle Keupen. Eine Kiste voller Wolle inspirierte die Kinder, mit den Fingern Schals und Mützen zu stricken. „Das wurde schnell zu dem Renner“, erzählt Keupen. Nur wenn die Kinder keine zündende Idee haben, was sie beispielsweise mit dem Werkstoff Holz anfangen können, hilft ihnen ein Betreuer auf die Sprünge. So entstand ein Marterpfahl.

Die Werkwochen waren ursprünglich das Herzstück der Bleiberger Fabrik. Ins Leben gerufen wurden sie vom Jugendverband der Gemeinschaft Christlichen Lebens. 1980 suchte der Verband Räumlichkeiten für sein Angebot und fand sie in der Bleiberger Fabrik. Seitdem sind die Werkwochen dort ein Erfolgsrezept, so Keupen. In der zweiten Augusthälfte finden sie wieder in der Jugendbildungsstätte am Rollefer Berg statt.

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