Werkstätten der Lebenshilfe feiern 25-jähriges Bestehen

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Die Werkstätten der Lebenshilfe sind ein Unternehmen wie jedes andere auch“, sagte Oberbürgermeister Marcel Philipp, als die Werkstätten in der Neuenhofstraße jetzt ihr 25-jähriges Bestehen feierten. Und diese Normalität ist genau das, was die Verantwortlichen erreichen wollen.

Menschen mit Behinderungen sollen in den Werkstätten der Lebenshilfe eine sinnvolle Beschäftigung finden und die Chance, ihre Begabungen zu entwickeln. Die Mitarbeiter schrauben unter anderem Motorräder für das Autohaus Kohl zusammen und stellen Verpackungen für die Kosmetikfirma Babor her. Dabei überzeugt ihre Arbeit durch Qualität, wie alle Beteiligten meinen.

Angefangen hatte alles in der Schirmfabrik Brauer, dem heutigen Ludwig-Forum an der Jülicher Straße. Von dort zogen die Werkstätten vor 25 Jahren an die Neuenhofstraße. Als Werkstätten für Behinderte galten sie zunächst als Exot unter den ersten Ansiedlungen im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd, so die Lebenshilfe. Die unmittelbare Nähe zu anderen Betrieben habe zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit geführt. Mit vielen Firmen in der Nachbarschaft bestehen laut Lebenshilfe enge geschäftliche Verbindungen. Kein Wunder also, dass die selbst bei ihren Festen gemeinsam denken und sich unter die Arme greifen.

Als Bundesvorsitzende der Lebenshilfe dankte Ulla Schmidt ganz ausdrücklich all jenen, die sich für das Wohl von Menschen mit Behinderungen einsetzen. „Ohne sie könnten wir viele Aufgaben gar nicht bewerkstelligen“, sagte sie. Und der Blick in die Zukunft zeigt, dass die Lebenshilfe vor neuen Herausforderungen steht, wie Prof. Gerd Ascheid, Vorstandsvorsitzender der Lebenshilfe, meint. Gerade mit Blick auf das Thema Inklusion werde sich vieles ändern. „Aber wir sind gut darauf vorbereitet“, sagte er.

Spannend ist laut Oberbürgermeister Philipp sicherlich auch die neue Zusammenarbeit mit der RWTH Aachen im Cluster Logistik des Campus Melaten. Hier habe die Lebenshilfe die Möglichkeit, von Anfang an mit dabei zu sein. Das sei eine große Chance für die Lebenshilfe. Wie deren Werkstätten in 25 Jahren aussehen werden, darüber machte sich Geschäftsführer Norbert Zimmermann so seine Gedanken. Er fragte sich, ob sie dann überhaupt noch notwenig sind.

Und während die Gäste auf dem Podium ernsthaften Gedanken nachhingen, herrschte rund um die Werkstätten ein reges Treiben. Zahlreiche Besucher waren zur Neuenhofstraße gekommen, um gemeinsam Oktoberfest zu feiern. Bereits am Abend zuvor war das mit einem Konzert der Kult-Band „Lagerfeuer-Musik“ eröffnet worden. Und auch am Samstag sollte trotz aller Podiumsgespräche der Spaß nicht zu kurz kommen. Und das ließen sich die Gäste dann auch nicht zweimal sagen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert