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Wer Wohnraum schafft, erhält mehr Förderung

Von: Werner Breuer
Letzte Aktualisierung:
In Aachen wird bezahlbarer Woh
In Aachen wird bezahlbarer Wohnraum knapp. Günstige Darlehen sollen vermehrt Investoren anlocken. Foto: Imagebroker

Aachen. Die Stadt wächst. Davon geht nicht nur die Verwaltung aus, sondern auch das Land Nordrhein-Westfalen. Ein Gutachten bescheinige der Stadt eine Wachstumsperspektive, berichtet Co-Dezernent Manfred Sicking. Das wirft prompt die Frage auf, wo die Neubürger denn wohnen sollen.

Schon jetzt ist es für Leute mit schmalem Geldbeutel nicht einfach, bezahlbaren Wohnraum zu finden. Und nach Einschätzung von Wohnungsamtsleiter Johann Körfer wird es noch schwieriger. „Der Bestand von öffentlich geförderten Mietwohnungen wird von derzeit 9500 in den nächsten Jahren auf 8000 abschmelzen.”

Damit Ersatz geschaffen werden kann für die Wohnungen, die demnächst aus der Mietpreisbindung herausfallen, macht das Land nun Geld locker. 850 Millionen Euro als zinsverbilligte Darlehen für den sozialen Wohnungsbau stellt die Landesregierung mit dem Wohnraumförderprogramm 2012 bereit. Das sind satte 50 Millionen mehr als im Vorjahr.

Damit lassen sich auch in Aachen die Bedingungen für die Förderung beim Bau von Mietwohnungen verbessern. So steigt der Darlehenssatz pro Quadratmeter Wohnfläche von bisher 1250 Euro auf jetzt 1400 Euro.

Was das zum Beispiel für einen Neubau mit acht Wohneinheiten ausmachen könnte, hat Wohnungsamtsleiter Johann Körfer schon mal ausgerechnet: Bei Gesamtkosten von 1 314 000 Euro einschließlich Grundstückswert ergäbe sich eine Darlehenssumme von etwas über einer Million Euro.

„Das wären 76 Prozent der Investitionskosten”, sagt Körfer. Im Jahr 2011 waren es mit einer Darlehenssumme von etwas mehr als 900 000 noch 68 Prozent.

Wer mit öffentlicher Förderung mehr Wohnraum schafft, kann dafür nun auch etwas mehr verlangen. Die Nettokaltmiete bei Erstbezug steigt von bisher 4,85 Euro pro Quadratmeter auf nun 5,25 Euro.

„Für diejenigen, die investieren wollen”, wird die Wirtschaftlichkeit damit deutlich verbessert”, meint der Wohnungsamtsleiter. Das wirkt sich nach seiner Ansicht segensreich auf den Markt aus. „Wir müssen einen wachsenden Wohnungsbedarf decken”, sagt Körfer.

Besser gefördert wird nicht nur der Bau von Mietwohnungen, sondern auch die Eigentumsbildung. Hier steigt die Darlehenssumme als Grundpauschale von bisher 60 000 Euro auf nun 70 000 Euro. Damit ergäbe sich für ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von rund 143 Quadratmetern für einen Vier-Personen-Haushalt eine Darlehenssumme von 120 000 Euro, 20 000 Euro mehr als noch im vergangenen Jahr.

Ein Plätzchen für das neue Häuschen zu finden dürfte jedoch schwierig werden. Die Stadt sei sehr „verdichtet”, meint Sicking. Viele Familien aus dem „akademischen Mittelstand” würden ins Umland ziehen, weil sie in ihrer Preisklasse in der Stadt Aachen nichts finden könnten.

Es sei aber nicht einfach, neues Bauland auszuweisen, meint Sicking. „Man nimmt der Natur immer etwas weg.” Bei der Suche nach Flächen, die auch unter Klimaschutz-Aspekten vertretbar sind, hat die Stadt vor allem Baulücken im Blick.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten gibt es im Internet unter www.aachen.de (Stichwort „Wohnen”) oder telefonisch bei den Mitarbeitern des städtischen Fachbereichs Wohnen: Johann Körfer (0241/432-6409), Heinrich Rolshoven (0241/432-6432), Werner Kirch (0241/432-6423) und Siegfried Schovenberg (0241/432-6410).
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