Aachen - Wenn Aue kommt, wirds eng

Wenn Aue kommt, wirds eng

Von: Gerald Eimer
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Stadionbesucher treffen auf Fl
Stadionbesucher treffen auf Flohmarkt-Fans: Am dritten Advent ist rund um den Tivoli mit einem mächtigen Blechgeschiebe zu rechnen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Getümmel am Tivoli ist aus sportlicher Sicht ja eigentlich eine gute Nachricht - doch beim Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am 11. Dezember droht auf den umliegenden Straßen und Parkplätzen der Ausnahmezustand.

Aachens Verkehrskadetten bereiten sich auf einen Großkampftag vor, denn neben den Fußballfans werden zeitgleich mehrere tausend Flohmarktbesucher an der Krefelder Straße anrücken.

Punktgenauer könnten die Termine in zwei Wochen kaum kollidieren: Gegen 8 Uhr beginnen die Trödelmarktbeschicker auf dem Parkplatz des Porta-Möbelhauses mit dem Aufbau der Stände, drei Stunden später werden die ersten Käufer erwartet. Nur kurz darauf begeben sich die ersten Fußballfans auf die Suche nach einem Parkplatz, Anpfiff zum Heimspiel am dritten Advent ist um 13.30 Uhr.

Mächtiges Blechgeschiebe ist somit garantiert. Denn im Tivoli-Umfeld werden dann nicht nur die rund 600 Porta-Parkplätze mit Trödel belegt sein, sondern zugleich jede Menge weitere Stellflächen zugeparkt sein. Der Trödelmarkt bei Porta zählt zu den bestbesuchtesten der Stadt. In der Eigenwerbung des Veranstalters Melan heißt es: „Erfolgsorientierte Händler sollten sich hier schnell einen Standplatz sichern und schon bald von diesem umsatzstarken Markt profitieren.”

Und weil auch Alemannia mit bis zu 15.000 Stadionbesuchern rechnet, macht sich Michael Günter, Leiter der Verkehrskadetten, auf allerlei gefasst. „Wir werden massiv Personal aufbringen müssen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden”, sagt er. Bei schönem Wetter sei mit einem extremen Verkehrsaufkommen und hohem Parkdruck zu rechnen. Erstmals gebe es diese Terminkollision, sagt er - ausgerechnet an seinem 32. Geburtstag.

Doch mangelhafte Absprache wollen sich weder Melan, noch Alemannia, noch die Stadt vorwerfen lassen. So werden die Trödelmarkttermine mehr als ein halbes Jahr im voraus geplant, sagt Melan-Geschäftsführer Volker Weitz. Zu diesem Zeitpunkt aber stehen die genauen Spieltage in der 2. Liga noch gar nicht fest.

Anders als Günter erwartet er keine größeren Probleme. Im Dezember sei auf den Trödelmärkten nicht mehr so viel los, außerdem gebe es genügend Parkplätze drumrum. Im übrigen komme es am Tivoli nur zur einer normalen Zweitliga-Begegnung. „Wenn Bayern München käme, wäre das sicher etwas anderes.”

„Kaum aufgefallen”

Auch Alemannia-Sprecher Thorsten Pracht wiegelt ab. Es habe bereits mehrfach Spieltage gegeben, an denen der Porta-Parkplatz nicht zur Verfügung gestanden habe - zuletzt gegen Duisburg mit 30.000 Besuchern. „Das ist kaum jemanden aufgefallen.” So gebe es am Finanzamt und auf den Gewerbeflächen reichlich Ausweichmöglichkeiten.

Die Verkehrskadetten werden dennoch froh sein, wenn die Schlacht geschlagen ist: Sie müssen am 11. Dezember nicht nur am Tivoli Herr der Lage bleiben, sondern zudem den ATG-Winterlauf im Aachener Süden absichern. Verstärkung hat Günter bereits angefordert.
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