Aachen - Weltweit fordern Kriege viele Menschenleben

Weltweit fordern Kriege viele Menschenleben

Von: Anke Römer
Letzte Aktualisierung:
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Frommer Wunsch: Für den „Frieden auf Erden” gehen alljährlich am ersten Tag des Jahres viele Christen auf die Straße - so auch in Aachen. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. „Die Armut bekämpfen, den Frieden schaffen”, so lautet die diesjährige Botschaft von Papst Benedikt XVI. zum Weltfriedenstag am 1. Januar 2009. Zahlreiche Mitglieder der ökumenischen Gemeinschaft Sant´Egidio versammelten sich am Donnerstag weltweit und warben für den Frieden.

Sant´Egidio-Gründer, Andrea Riccardi, wird in diesem Jahr mit dem Karlspreis ausgezeichnet.

In Aachen zogen die Friedensanhänger vom Ponttor bis zum Münsterplatz. Dort richtete zunächst Bischof Heinrich Mussinghoff einige Worte an die Zuhörer. Er sprach sich unter anderem für einen stärkeren Schutz der Menschenrechte durch die Verfassung der Europäischen Union und für ein klares Verbot der Todesstrafe aus.

Mussinghoff griff außerdem die Papstbotschaft anlässlich des Weltfriedenstages auf. Papst Benedikt XVI. kritisiert unter anderem das Ungleichgewicht bei der Verteilung der finanziellen Mittel. Mussinghoff rief in diesem Zusammenhang zu mehr „Solidarität in einer globalisierten Welt” auf.

Im Anschluss richtete Manuela Brülls von Sant´Egidio das Wort an die Zuhörer. „Auf der Baustelle des Friedens gibt es viel zu tun. Viele Kriege sind noch immer offen. Krieg bedeutet das Todesurteil für Männer, Frauen, Kinder und alte Menschen.”

Bereits seit sieben Jahren veranstaltet die christliche Gemeinschaft Sant´Egidio in Aachen Friedensmärsche unter dem Motto: „Frieden auf Erden”.

Viele Kinder trugen Schilder mit der Aufschrift „Frieden”, „Peace”, „Pace” oder „Paix”. Andere hielten Schilder auf denen Ländernamen zu lesen waren, in denen zurzeit Kriege geführt werden - darunter die bekannten Krisenregionen Irak, Afghanistan und Palästina, aber auch Ecken der Welt, die vielen Menschen weniger geläufig sind.

„Sri Lanka” stand auf dem Schild, das Leon Asanovski hochhielt. Der Elfjährige war nun schon das vierte Mal dabei. „Mir ist am Frieden so wichtig, dass keine Menschen verletzt werden”, erklärte der Schüler.

Zum Abschluss der Kundgebung wandte sich Stefanie Wolff, ebenfalls Mitglied von Sant´Egidio, mit dem Friedensappell an die Zuhörer. Sie rief dazu auf, „das Herz für die Armen zu öffnen”. Die Gemeinschaft sei dazu verpflichtet, täglich Gesten des Friedens zu zeigen.

Mit einer solchen Geste endete die gestrige Kundgebung. Alle Teilnehmer wünschten sich am Ende gegenseitig den Frieden.
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