„Wellnessregion gemeinsam vermarkten“

Von: mg
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Aachen. „Angesichts solcher Investitionen können wir nur vor Neid erblassen!“ Mit deutlichen Worten reagiert Stamos Papas, Geschäftsführer des Saunadorfs Roetgen-Therme in Roetgen, auf die Umbaupläne für die Carolus-Therme, die derzeit im Aufsichtsrat der städtischen Kur- und Badegesellschaft (Kuba) und in der Aachener Politik diskutiert werden.

Papas, langjähriges Vorstandsmitglied im Deutschen Sauna-Bund und langjähriger Sprecher des Arbeitskreises privater Saunaunternehmer in Deutschland, hat in der Vergangenheit nie einen Hehl aus seiner Kritik an kommunal subventionierten Freizeit- und Saunabädern gemacht.

An die Partner denken

14 Jahre nach der Eröffnung der Carolus-Therme stehen an der Passstraße nun Baumaßnahmen mit einem geschätzten Volumen von bis zu sechs Millionen Euro allein für die Saunalandschaft im Raum. Und Papas fragt: „Hat man sich Gedanken gemacht, wie Schaden von den Partnerbetrieben in der Städteregion abgewendet werden kann?“ Zu den Partnerbetrieben zählt Papas neben dem – ebenfalls kommunal subventionierten – Sauna- und Freizeitbad „Aquana“ in Würselen auch den Saunapark Wirtz in Würselen.

Am Markt bestehen könnten die Sauna- und Badetempel in der Städteregion nur, wenn sie gemeinsam in die Offensive gehen, ist der Geschäftsführer aus Roetgen überzeugt. „Wir müssen die Region zusammen als Wellnessregion entwickeln und vermarkten!“ Statt für „noch mehr einseitige Investitionen“ in die Carolus-Therme plädiert Papas für eine konzertierte Aktion aller Akteure.

Reichlich Konkurrenz

Die einst „blühende Saunalandschaft“ sei ohnehin schon massiv ausgedünnt, klagt er. Bestehende Wellnessangebote müssten sich behaupten – nicht nur gegenüber neuen Projekten wie dem riesigen Badeparadies, das derzeit in Euskirchen entsteht. „Unsere Konkurrenz, das sind zum Beispiel auch die Flüge nach Mallorca für 80 Euro.“

Papas ist überzeugt: „Wir sind nicht präsent genug, weder in der Region noch außerhalb. Der Kuchen für uns alle muss größer werden.“ Dazu kommt, dass im Juli 2015 der Mehrwertsteuersatz für Saunabesuche von bisher sieben auf 19 Prozent steigen soll.

Zu bereden gibt es aus Papas‘ Sicht also genug. „Schade, dass noch niemand aus Aachen das Gespräch gesucht hat.“

Nun will er die Initiative ergreifen und die Kollegen zu einem „runden Tisch“ einladen, damit eine gemeinsame Strategie entwickelt werden kann.

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