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„Wellcome” hilft, sobald das Baby da ist

Von: Martina Stöhr
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Eröffnungsfeier für das Projekt „Wellcome” im Martin-Luther-Haus: Mit Schirmherr Minister Armin Laschet (Mitte) freuten sich Hiltrud Schlömer, Pfarrer Martin Obrikat, Karin Blankenagel, Hilde Scheidt und Rose Volz-Schmidt (v.l.). Foto: Heike Lachmann

Aachen. Offiziell an den Start gegangen ist jetzt das Projekt „wellcome”: Dieses Angebot der Evangelischen Familienbildungsstätte will Familien und Alleinerziehende speziell nach der Geburt eines Kindes unterstützen.

Dass gerade die ersten Wochen mit einem Neugeborenen anstrengend und schwierig sind, hat die Initiatorin des Projektes am eigenen Leib erfahren. Rose Volz-Schmidt zog die Konsequenzen und gründete 2002 in Hamburg ein Netzwerk, um Familien mit einem Neugeborenen im „alltäglichen Wahnsinn” unter die Arme zu greifen.

Inzwischen funktioniert „wellcome” bundesweit in 133 Städten, Aachen gehört nun auch dazu. „Das ist moderne, professionalisierte Nachbarschaftshilfe”, urteilte NRW-Familienminister Armin Laschet, als das Projekt im Familienzentrum in der Martin-Luther-Straße 16 vorgestellt wurde.

Ehrenamtliche Mitarbeiter gehen zweimal in der Woche in die Familien und entlasten sie. Sie betreuen das Baby oder die Geschwister, hören zu und packen überall mit an, wo es von Nöten ist. Laut Volz-Schmidt leisten sie all das, was vor Jahren noch Großeltern und hilfsbereite Nachbarinnen taten.

Aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen funktioniere das heute nicht mehr, meint sie. Eine gut organisierte Unterstützung auf ehrenamtlicher Basis soll diese Versorgungslücke schließen. Denn das könne der Staat nicht leisten, meinte Laschet, der die Schirmherrschaft über das Projekt in NRW übernommen hat

„Im neugeborenen Kind können die Menschen das Wunder des Lebens bestaunen”, sagte Pfarrer Mario Meier, Vorsitzender des Gesamtpresbyteriums Aachen, zum offiziellen Start des Projekts. Umso wichtiger sei es, dass die Familien alle erdenkliche Unterstützung bekämen.

Ein gut geknüpftes Netzwerk soll den ehrenamtlichen Helfern den notwendigen Rückhalt bieten. Hebammen, Ärzte, Entbindungskliniken und soziale Einrichtungen werden eingebunden in das Projekt, um den individuellen Bedürfnissen der Familien gerecht zu werden. Die Ehrenamtler ihrerseits bekommen fachliche Unterstützung und werden in Fortbildungsmaßnahmen für ihre neue Aufgabe geschult.

Als Koordinatorin des Projekts sorgt Hiltrud Schlömer für die Vermittlung zwischen Familien und Ehrenamtlern. Sie berät auch über andere Angebote im Netzwerk und betreut die ehrenamtlichen Mitarbeiter. Die erste Vermittlung sei schon zustande gekommen, sagt sie, und das noch bevor das Angebot überhaupt offiziell vorgestellt wurde. Das wertet sie als gutes Omen.

„Es wäre schön, wenn wellcome zu einem Baustein des großen Netzes werden würde, das wir in Aachen für die Familie knüpfen”, kommentierte Bürgermeisterin Hilde Scheidt. Als familienfreundliche Stadt sei Aachen immer dankbar für solche Projekte. Als Starthilfe für „wellcome” überreichte Pfarrer Martin Obrikat, Vorstandsmitglied der Stiftung Diakonie, den Projektleitern einen Scheck über 8000 Euro.

Kontakt: Evangelische Familienbildungsstätte, Martin-Luther-Straße 16, Tel. 0241/5152949.
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