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Welcher Beruf passt zu mir?

Von: Christiane Husmann
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„Die Besten im Osten”: Ein Coaching-Projekt soll Schülern bei der Entscheidung für einen Berufswunsch helfen. Foto: Heike Lachmann

Aachen. Weiter die Schulbank drücken oder doch lieber mit einer Ausbildung anfangen? Diese Frage stellen sich viele Haupt- und Realschüler in der zehnten Klasse. Einige brauchen Rat und Hilfe auch außerhalb der Familie oder des Freundeskreises.

Beides finden 60 Schüler aus dem Aachener Ostviertel bei den Mitarbeitern des Schülercoaching-Projektes „Die Besten im Osten”.

Junge Leute sollen so für den Einstieg ins Berufsleben begeistert und dabei unterstützt werden. Das im November 2009 gestartete Projekt fördert auch Schüler mit guten Leistungen, etwa Hauptschüler, die den Realschulabschluss anpeilen. „Meist werden die Schwächeren gefördert, und es ist gut, dass auch mal die guten Schüler gefördert werden”, stellt Herbert Gran, Konrektor der Gemeinschaftshauptschule Eilendorf fest. 15 seiner Schüler haben einen Platz in dem vom Fachbereich Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen koordinierten und mitfinanzierten Projekt bekommen. Auch aus den Gemeinschaftshauptschulen Drimborn und Aretzstraße und der Hugo-Junkers-Realschule nehmen jeweils 15 Schüler teil. Sie wurden in Auswahlgesprächen bestimmt.

Nach dem Auswahlverfahren haben die Schüler bei Mitarbeitern des Sozialwerks Aachener Christen und der gemeinnützigen Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft „Low-Tec” erste Tests zur Berufswahl absolviert und einen passenden Lehrberuf für sich gefunden. Beide Träger haben bereits mit Schülern gearbeitet und wissen, welche Fragen und Probleme die Berufs- oder Schulwahl aufwirft.

Viele Schüler können sich beispielsweise nicht für einen Beruf entscheiden, weil sie ihre Talente und Interessen schwer einschätzen können. Die Anmeldung an einer weiterführenden Schule erscheint da einfacher, später aber sind die Anforderungen groß. Hier wolle das Projekt Misserfolge verhindern, erklärt Yvonne Debald vom Fachbereich Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten. „Es ist auch wichtig, dass man sich nicht von einer Absage abschrecken lässt”, erklärt Hardy Höfert vom Sozialwerk Aachener Christen.

Stärken fördern

Der Eilendorfer Schüler Julian Ditschied (17) macht sich bereits Gedanken über das Ergebnis seines ersten Tests. „Bei mir kam der Beruf Technischer Zeichner heraus”, erklärt er. Bei seinem Onkel, der schon lange in diesem Beruf arbeitet, will er sich nun genauer informieren. „Es klingt jedenfalls ganz interessant”, meint er.

Nach Ausbildungsbeginn sollen die Schüler bis zu sechs Monate weiter betreut werden. „Denn die ersten drei Monate sind oft schwer”, weiß Ulla Griepentrog, Studien- und Berufswahlkoordinatorin der Hauptschule Aretzstraße. Wenn das Projekt gute Ergebnisse bringt, soll es im kommenden Schuljahr weitergeführt werden.
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