Aachen - Weitere Verzögerungen am Templergraben

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Weitere Verzögerungen am Templergraben

Von: Gerald Eimer
Letzte Aktualisierung:
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Vor Februar wird das nichts mehr: Weil Material aus Vietnam fehlt, kann die Baufirma die Arbeiten am Templergraben nicht wie geplant zu Ende führen. Foto: Harald Krömer

Aachen. Neuer Ärger um die Baustelle Templergraben: Nachdem im Sommer der Streit zwischen Stadt und Baufirma um den Unterbau einen mehrwöchigen Stillstand der Arbeiten zur Folge hatte, führen nun Materialprobleme zu weiteren Zeitverzögerungen. Vor Ende Februar sei mit einer Fertigstellung der Arbeiten nicht mehr zu rechnen, heißt es jetzt.

Eigentlich sollte die neue Fahrbahn mit Platzcharakter vor RWTH-Hauptgebäude und SuperC schon zum Semesterbeginn im Oktober fertiggestellt sein, doch nach wie vor müssen sich Studenten und Passanten mit einem Provisorium zufrieden geben. Sowohl bei der Stadt als auch in der Hochschule führen die neuerlichen Verzögerungen zu erheblichem Unmut. „Das ist natürlich ein großes Ärgernis“, sagt Stadtpressesprecher Hans Poth. Gegenwärtig prüft die Stadt einmal mehr, ob sie rechtliche Schritte gegen die verantwortliche Baufirma einleitet.

Deren Prokurist Lothar Finken führt die Probleme auf „Neu- und Umplanungen“ zurück, die zu Verschiebungen bei der Bestellmenge des vietnamesischen Blausteins geführt hätten. Für die Nachbestellung müsse eine Lieferzeit von acht bis zwölf Wochen einkalkuliert werden, sagt er. Für die anschließenden Pflasterarbeiten seien nochmals vier Wochen zu rechnen – wenn das Wetter es zulässt.

Laut Finken sei der eigentliche Fahrbahnbereich des Templergrabens fertiggestellt, so dass der Verkehr rollen könnte, sobald die Kreuzung Wüllnerstraße fertig asphaltiert ist und die Übergänge zum Karlsgraben geschaffen sind. „Ob das Stück für den Verkehr freigegeben wird, muss natürlich die Stadt entscheiden.“ Stillstand herrscht dagegen an den Nebenanlagen im Bereich Schinkelstraße sowie an den Einmündungen Eilfschornsteinstraße und Wüllner­straße. „Dort können wir den Endzustand noch nicht herstellen“, so Finken.

Von einem „unbefriedigenden Zustand“ spricht auch die RWTH. Mit Bussen ist deren Innenstadt-Campus nach wie vor schwer zu erreichen.

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