Aachen - Weg mit dem wilden Müll: Aachen macht Frühjahrsputz

Weg mit dem wilden Müll: Aachen macht Frühjahrsputz

Von: Margot Gasper
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Ab in den Container: Viele Sä
Ab in den Container: Viele Säcke voller Müll wurden beim ersten Aachener Frühjahrsputz im April 2011 Foto: Ralf Roeger

Aachen. Ran an die Besen! Der Oberbürgermeister ruft große und kleine Aachener wieder zum Aufräumen auf. Am Samstag, 24. März, geht der zweite Aachener „Frühjahrsputz” über die Bühne. Und Marcel Philipp hofft, dass die prächtige Resonanz vom Vorjahr wieder erreicht, wenn nicht sogar übertroffen wird.

Rund 5000 Aachener säuberten damals Parks, Spielplätze, Grünanlagen und Wege. Viele Kubikmeter Müll und Sperrmüll verschwanden auf einen Schlag aus dem Stadtbild. Der Oberbürgermeister will mit seiner Aktion mehr erreichen, als einmal im Jahr den Dreck zu beseitigen. „Wir müssen das Thema Sauberkeit nachhaltig ins Bewusstsein bringen”, sagt Philipp. „Es geht um den Umgang der Aachener mit ihrer Stadt.”

Hauptaktionstag für alle freiwilligen Müllsammler ist in diesem Jahr der 24. März in der Zeit von 10 bis 14 Uhr. Aber bereits an den Werktagen davor darf gesäubert werden. „In der gesamten Woche haben Kindergärten, Schulen, Vereine und andere Gruppen die Möglichkeit, nach ihrem eigenen Zeitplan mitzumachen”, erläutert der OB. Er hofft sehr, dass sich wieder zahlreiche Klassenverbände der guten Sache verschreiben. Die ersten Signale stimmen ihn sehr positiv. „Eine Schulklasse hat schon angeboten, nicht nur einmal aufzuräumen, sondern für einen Bereich eine dauerhafte Grünpatenschaft zu übernehmen”, berichtet Philipp. Und gerade über die jungen Aachener lasse sich das Thema Sauberkeit in der Stadt dauerhaft durchsetzen. Auch von den Vereinen gebe es schon viele und positive Rückmeldungen.

Eine Million Euro pro Jahr

„Der Stadtbetrieb leistet viel und gute Arbeit”, erklärt der OB, „aber die Leute stoßen an ihre Grenzen. Und jedes Stück Papier, das die Männer vom Stadtbetrieb aufheben müssen, das hat auch jemand weggeworfen.” Denn immerhin belastet der wilde Müll den städtischen Etat mit rund einer Million Euro - Jahr für Jahr.

Der Frühjahrsputz soll vor allem auch kleine Grünflächen wieder ansehnlich herrichten. „Wir haben viel Grün in der Stadt”, sagt Philipp, „aber viele der kleinen Flächen kann man mit Maschinen gar nicht bearbeiten”. Hier sind helfende Hände ganz besonders willkommen. Die Natur allerdings soll durch das große Aufräumen in Aachen möglichst nicht gestört werden. Deshalb bekommen alle Teilnehmer am Frühjahrsputz Hinweise, brütende Vögel in ihren Nestern in Hecken und Sträuchern nicht zu stören.

Selbst will Philipp auch wieder mit anpacken. Mit den Damen und Herren des Verwaltungsvorstands wird er am Samstagmittag vor dem Rathaus kehren. Besonders am Herzen, gesteht der OB dann noch, liegen ihm aktuell die Mülleimer: „Es gibt zu viele verschiedene, und viele sehen nicht sauber aus.” Auch daran wolle man in der Aktionswoche arbeiten.

Mit den Stadtwerken und dem Stadtbetrieb soll außerdem überlegt werden, wie man es vermeiden kann, dass die vielen Ampel- und Lichtmasten sowie Schilderpfosten im Stadtgebiet systematisch mit großen Mengen von (Werbe-)Aufklebern vollgepappt werden.

Viele Sponsoren unterstützen die Aktion. Sie finanzieren Arbeitsmaterialien oder zahlen die Verpflegung der Freiwilligen. Denn für alle ehrenamtlichen Müllsammler soll es am Aktionstag eine Abschlussveranstaltung mit einer kleinen Stärkung geben. Der Märkte- und Aktionskreis City (MAC) zum Beispiel sorgt in der Innenstadt fürs leibliche Wohl - als Dankeschön fürs Aufräumen.
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