alemannia logo frei Teaser Freisteller

Weg mit dem Pavillon, her mit der Mensa

Von: Margot Gasper
Letzte Aktualisierung:

Aachen. 14 Millionen Euro will die Stadt Aachen in den nächsten Jahren in den weiteren Ausbau der Mittagsverpflegung an ihren weiterführenden Schulen stecken. Der Planungsausschuss hat am Donnerstag den Baubeschluss für das Mensenprogramm gefasst.

Wie zuvor bereits der Schulausschuss räumt auch der Planungsausschuss den Gymnasien Vorrang ein. Mit einer Mensa ausgestattet werden zunächst Rhein-Maas-, Couven-, Inda- und Einhard-Gymnasium. Ebenfalls mit Priorität soll die Mensa an der Hugo-Junkers-Realschule, da diese Schule im neuen Schulverband Aachen-Ost zur Ganztagsrealschule wird. In einem nächsten Schritt sind dann weitere Real- und Hauptschulen an der Reihe.

An manchen Schulen kann im Bestand, also in vorhandenen Räumen umgebaut werden. An fünf Schulen wird allerdings komplett neu gebaut. Diese Projekte stellte Michael Ferber, technischer Leiter des Gebäudemanagements, gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Architekturbüros am Freitag vor.

„Wir bauen nicht nur Mensen und Versorgungsküchen, sondern auch Klassen”, erläuterte Ferber. Denn die neuen Mensa-Gebäude ersetzen an einigen Schulen alte und mittlerweile marode Pavillonklassen. Die Klassenräume entstehen an anderer Stelle neu.

Stolz ist Ferber auf die konsequent ökologische Ausrichtung der geplanten Neubauten. „Wir haben einen höheren energetischen Standard angesetzt.” Geplant wurden Gebäude, die wenig Energie verbrauchen. „Mit den Werten liegen wir recht nah am Passivhausstandard”, so Ferber.

Unten essen, oben lernen

Ein schickes neues Mensa-Gebäude anstelle des ollen Pavillons erhält das Rhein-Maas-Gymnasium. Im Speiseraum mit 96 Sitzplätzen können in zwei Schichten rund 200 Schüler versorgt werden, erläuterte Frank Hausmann vom Büro Hausmann. Im Obergeschoss ist Platz für drei neue Klassenräume, die flexibel nutzbar sind. Die Kosten sind auf rund 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Sofern das Projekt noch im Frühjahr startet, könnte die neue Mensa Ende 2011/Anfang 2012 fertig sein.

Für gut 1,9 Millionen Euro entsteht am Couven-Gymnasium, Lütticher Straße, eine Mensa mit 130 Sitzplätzen. Das Düsseldorfer Büro „Eller und Eller Architekten” hat für das Schulgelände mit seinen streng orthogonalen Ausrichtung eine Mensa in freien, runden Formen entworfen. Auch hier ersetzt die Mensa einen alten Pavillon. Die Fertigstellung ist ebenfalls für Ende 2011/ Anfang 2012 angepeilt.

An der Hugo-Junkers-Realschule wird für die neue Mensa die offene Pausenhalle des Erweiterungsbaus geopfert. Der Speiseraum hat 84 Sitzplätze und könnte später bei Bedarf in Richtung Pausenhof noch erweitert werden, wie Planer Heinz Jerusalem erläuterte. Die Verpflegungsküche samt Nebenräumen wird in zwei früheren Klassenräumen untergebracht. Die Kosten sind auf 910.000 Euro veranschlagt, Die Fertigstellung wird für Ende 2011/ Anfang 2012 erwartet.

Neue Lehrküche

Nicht mit erster Priorität wird die Mensa an der Luise-Hensel-Realschule gebaut. Den Entwurf des knapp 1,9 Millionen Euro teuren Projekts stellte Günter Helten vom Aachener Büro „Hahn Helten + ASS Architekten” vor. Auch im Gillesbachtal wird für den Neubau ein alter Pavillon geopfert. Zwei neue Klassenräume entstehen in der alten, längst viel zu großen Lehrküche der Schule. Eine neue Lehrküche wird dafür im neuen Mensa-Gebäude untergebracht. Die Fertigstellung wird für Ende 2012 erwartet.

Ebenfalls nicht ganz oben in der Prioritätenliste steht die neue Mensa für die Gemeinschaftshauptschule Drimborn. Hier haben sich Kada und Wittfeld Architekten einen Neubau ausgedacht, der sich an einen Hang anlehnt. So kann auf dem neuen Flachdach auch noch ein weiteres Stück Schulhof entstehen, führte Gerhard Wittfeld aus. Kosten wird die neue Mensa gut 1,3 Millionen Euro, geplanter Fertigstellungstermin: Ende 2012.

Die Mensa für das Einhard-Gymnasium soll im Seminargebäude an der Malmedyer Straße entstehen. Im Bieterverfahren hat die Stadt mittlerweile den Zuschlag zum Kauf erhalten. „Hier werden wir im Bestand planen”, erläuterte Michael Ferber.

Am Inda-Gymnasium wird im vorhandenen Bestand für die Mensa geschaffen. Fünf Klassenräume werden in einen Speiseraum umgestaltet. Geschätzte kosten: 870.000 Euro. Auch an der David-Hansemann werden Klassenräume umgewandelt, die Kosten sind auf rund 850.000 Euro veranschlagt.

Zurückgestellt hat die Politik zunächst die Mensa-Planung für die städtische Förderschule Beginenstraße, da die künftige Entwicklung der Förderschulen aus Sicht der Politik derzeit generell unklar ist.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert