„We love heroes“: Jugendliche sollen ihre Träume verwirklichen

Von: luk
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Der Aachener Eta Sheidaei hat den Verein „We love Heroes“ im März gegründet. Foto: Lukas Weinberger

Aachen. Held – das ist in unserer Gesellschaft ein starkes Wort. Und doch ist es für Eta Sheidaeis Idee genau das richtige. „Irgendwie sind wir doch alle Helden“, sagt er. „Helden in unserer eigenen Geschichte.“ Sheidaei hat den Verein „We love heroes“ gegründet – und will damit Schüler ermutigen, ihre Lebensträume zu verwirklichen.

Ende März hat Sheidaei den Verein ins Leben gerufen, schon zuvor hat der 28-Jährige Erfahrungen in Mentorenprogrammen für Schüler gesammelt. In seinem Freundeskreis hat er schon 20 „Heroes“ gewonnen. Diese gehen in kleinen Teams an Schulen, um dort ehrenamtlich in einem zweistündigen Workshop mit den Schülern zu arbeiten. Und das, was Sheidaei und seine Mitstreiter anbieten, gleicht einem Rundum-Paket: Die „Heroes“ erzählen aus ihrem Leben, von Erfolgen und Rückschlägen. Sie erzählen ihre Geschichte. „Wir geben Schülern konkrete Beispiele an die Hand“, sagt Eta Sheidaei.

Die Kinder und Jugendlichen sollen motiviert, sie sollen gefördert, auf kommende Aufgaben vorbereitet werden. „Wir wollen Werte vermitteln, und auch das Selbstbewusstsein der Schüler stärken“, sagt Sheidaei. Aber auch Themen wie Teamfähigkeit und Stärkung des Klassenverbunds stehen auf der Agenda. Und auch der Aspekt der Integration spielt eine wichtige Rolle: Die „Heroes“ – Deutsche, aber auch junge Menschen mit ausländischen Wurzeln – gehen gezielt auch an Schulen mit einem großen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund. Der Workshop findet aber mit allen Kindern und Jugendlichen statt – egal ob Deutsche oder Ausländer. „Die meisten jungen Leute machen da sowieso keinen Unterschied“, sagt Eta Sheidaei.

Ein „perfekter“ Lebensweg soll den Schülern keineswegs aufgedrängt werden. „Es geht zum Beispiel nicht darum, die Kinder unbedingt von einer Akademiker-Laufbahn zu überzeugen“, sagt Sheidaei. Sie sollen das machen, woran sie Spaß haben. Das, worin ihre Stärken liegen. „Wenn ein Schüler davon träumt, Kfz-Mechaniker zu werden, dann soll er genau das verwirklichen“, sagt der Mentor. Leidenschaft – das spiele die größte spielen. „Nur wenn man etwas gerne macht, dann wird es auch gut.“

Das Wichtigste im Programm der „Heroes“: Die Workshops sind alles andere als langweilig für die Schüler. Frontalunterricht? Fehlanzeige. Das Mentoring funktioniert über offene Gespräche, über kleine Übungen – stets in lockerer Atmosphäre und auf Augenhöhe. Und vor allem: ohne einen Lehrer in der Klasse. „Wir sind für die Schüler eine wichtige Ergänzung“, sagt Sheidaei. „Ein Freund auf Augenhöhe, der dennoch über mehr Lebenserfahrung verfügt.“ Und es bleibt nicht nur bei einem schlichten zweistündigen Besuch: Handynummern und E-Mail-Adressen werden ausgetauscht, der Kontakt soll gehalten werden. „Wir bekommen da regelmäßig sehr positives Feedback von den Schülern“, sagt Sheidaei.

Und genau diese positiven Rückmeldungen sind es, die den Aachener antreiben. Er arbeite „sehr, sehr gerne“ als ehrenamtlicher Mentor, sagt Sheidaei. Er stehe zu „tausend Prozent“ hinter der Idee. Und genau das täten alle anderen „Heroes“ auch. Warum sie das Konzept mit einem solchen Elan verfolgen? Für Eta Sheidaei ist die Antwort auf diese Frage mehr als selbstverständlich: „Kinder und Jugendliche sind unsere Zukunft“, sagt er. „Und deswegen kann man nicht genug Energie in solche Programme stecken.“

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