Was tun, wenn Mama drogensüchtig ist?

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Aachen. Das Projekt „Feuervogel - Hilfen für Kinder suchtkranker Eltern” der Suchthilfe Aachen bietet seit September vergangenen Jahres spezielle Angebote für betroffene Kinder an. Jetzt wurde „Feuervogel” als eines von bundesweit 24 Projekten ausgewählt, an einer Studie teilzunehmen, die die Wirksamkeit des Gruppenprogramms „Trampolin” nachweisen soll.

Es werden noch Familien gesucht, die ab Mai an dieser Studie teilnehmen wollen.

Die Studie wird im Auftrag des Deutschen Zentrums für Suchtfragen des Kindes- und Jugendalters und der Katholischen Hochschule in Köln durchgeführt, die „Trampolin” entwickelt haben. „Trampolin” ist für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren konzipiert, deren Eltern Schwierigkeiten mit Alkohol oder Drogen haben.

In neun Gruppenterminen sollen die Kinder lernen, wie Alkohol und Drogen wirken und wie sie mit schwierigen Situationen in der Familie umgehen können. „Ganz wichtig ist es für die Kinder, die Erfahrung zu machen, dass sie mit ihrem Problem nicht alleine sind”, betont Petra Rachner, Leiterin des Projekts „Feuervogel”.

Die Kinder haben in einem geschützten Rahmen die Möglichkeit, sich mit dem Thema Alkohol und Drogen auseinander zu setzen, ohne ihre Eltern zu verurteilen. „Ziel des Kurses ist, dass die Kinder gestärkt in die Zukunft blicken können und nicht Gefahr laufen, später selbst einmal suchtkrank zu werden”, so Rachner.

Die Eltern erfahren in begleitenden Informationsabenden, was ihre Kinder in den Gruppenstunden lernen, erhalten nützliche Erziehungstipps und Informationen über weiterführende Hilfen für sich und ihre Kinder.

Um „Trampolin” weiter verbessern zu können, werden die Kinder und Eltern vor und nach dem Kurs von geschultem Personal befragt. Die Teilnahme am Kurs ist kostenlos. Im Anschluss besteht für Kinder und Eltern die Möglichkeit, in das bisher bestehende „Feuervogel”-Gruppenprogramm zu wechseln und dauerhaft daran teilzunehmen.

Weitere Informationen zur Studie sowie Anmeldung unter: Projekt Feuervogel, Petra Rachner, Heinrichsallee 33, 52062 Aachen, Tel. 41360840, rachner@suchthilfe-aachen.de, www.suchthilfe-aachen.de.
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