Region - Warnstreiks am 10. und 11. April: Das müssen Sie wissen

alemannia logo frei Teaser Freisteller

Warnstreiks am 10. und 11. April: Das müssen Sie wissen

Von: red
Letzte Aktualisierung:
streik symbol warnstreik
Die Warnstreiks im öffentlichen Dienst gehen weiter. Betroffen sind insbesondere Busverbindungen und Kindertagesstätten. Foto: Carsten Rehder/dpa

Region. Busse fahren nicht, die Mülltonnen werden nicht geleert und der Kindergarten bleibt zu: Im öffentlichen Dienst soll am Dienstag und Mittwoch, 10. und 11. April, erneut gestreikt werden. In der Städteregion Aachen und den Kreisen Düren und Heinsberg ist mit vielen Einschränkungen zu rechnen; auch am Flughafen Köln/Bonn fallen Verbindungen aus. Hier unsere ständig aktualisierte Übersicht.

Busverkehr

Vom Streik betroffen ist am Dienstag ganztägig der gesamte Linienverkehr der Aseag in Stadt und Städteregion Aachen. Die Busse privater Unternehmen fahren jedoch, teilte der Aachener Verkehrsverbund (AVV) mit: „Die Auftragsunternehmen der Aseag sind von dem Streik größtenteils nicht betroffen, da hier andere Tarifbestimmungen gelten.“ Dennoch könne sich der Streik auch auf ihren Einsatz auswirken. Fazit: „Ein planmäßiger Linienverkehr kann an diesem Tag nicht gewährleistet werden.“ Aktuelle Informationen gibt es auf der Webseite des AVV, www.avv.de.

Die Busse der TEC und von Arriva werden am Dienstag fahren, die Aseag-Touren auf der Linie 44 jedoch ausfallen. Vom Streik nicht betroffen seien die Busse der BVR (DB Bahn Rheinlandbus), also die Linien 71, 96, 220, SB20, SB63 und SB66 sowie die Linien in der Eifel. Die Linien BW1, WÜ1 und 90 werden lauta AVV vom Busunternehmen Taeter gefahren und auch nicht betreikt.

Für aktuelle Informationen verweist auch die Aseag auf ihre Homepage unter www.aseag.de sowie auf die Service-Hotline unter 0241/1688-3010.

Auch die Busse der DKB im Kreis Düren fahren, ebenso wie die des Busverkehrs Rheinland (BVR) und alle Bahnen.

Im Kreis Heinsberg wird laut WestVerkehr mit Ausfällen im Buslinienverkehr und den angrenzenden Städten und Gemeinden führen. Unter anderem werden auf der Linie SB81 nur Fahrten der WestVerkehr bis nach Mönchengladbach-Rheindahlen zur Hilderather Straße und zurück durchgeführt. Die von der NEW durchgeführten Fahrten entfallen auch im Kreis Heinsberg. Infos bekommen Fahrgäste bei der Fahrplanauskunft der West unter Telefon 02431/886767.

Kindertagesstätten und Offene Ganztagsschulen

In der Stadt Aachen wird an den städtischen Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsschulen gestreikt. Am Dienstag sind nach Angaben der Stadt vom Montagnachmittag voraussichtlich von den 56 städtischen Kitas 38 komplett geschlossen, in 12 wird ein Notdienst für Kinder aus dieser Einrichtung angeboten und 6 Kitas sind normal geöffnet.

Am Mittwoch sind voraussichtlich 4 Kitas komplett geschlossen, in 9 Kitas wird für die Kinder der Einrichtung jeweils ein Notdienst angeboten und 43 Kitas sind normal geöffnet. Im Bereich der städtischen Offenen Ganztagsschulen ist am Dienstag von den insgesamt 9 Einrichtungen eine geschlossen, in einer weiteren ist eine Notgruppe eingerichtet. Am Mittwoch gibt es in einer Einrichtung eine Notgruppe, die anderen sind geöffnet.

In Eschweiler ergibt sich am Dienstag für die Betreuungseinrichtungen für Kinder und Jugendliche (BKJ) folgende Situation: Die Kitas Hastenrather Weg (bis auf die „Mini-Gruppe“ mit zehn Kindern), Jahnstraße, Silvesterstraße und Weierstraße werden im Normalbetrieb sein. Jeweils eine Notgruppe gibt es in den Kitas Alte Rodung, Grünstraße (sogar zwei Notgruppen), Grüner Weg, Johanna-Neuman-Straße und Quellstraße.
Komplett geschlossen bleiben die Kitas Auf dem Driesch, Merzbrücker Straße und Sternheimstraße.

In Stolberg wurde vorab mit einer nur geringen Streikbeteiligung an den städtischen Kindertagesstätten gerechnet. Von angekündigten Schließungen war am Montag nichts bekannt.

An den Kitas der Städteregion Aachen wird vielerorts der Betrieb eingeschränkt; privat betriebene Kitas sind nicht betroffen. Die Situation im Einzelnen:

Baesweiler: Am Dienstag sind die KiTas in der Alexanderstraße, Grabenstraße/Herzogstraße, Grengracht, Mariastraße, Emil-Mayrisch-Straße, in Loverich, Beggendorf und Am Weiher geöffnet. In der KiTa in der Ringstraße wird nur eine Notbetreuung für eigene Kinder angeboten.

Am Mittwoch wird es im Familienzentrum in der Mariastraße eine Notbetreuung geben. Die Kita in Grengracht ist geschlossen. Die Kinder dieser Kita können zur Notbetreuung in die Mariastraße gebracht werden. Die Kitas Grabenstraße/Herzogstraße, Ringstraße, in Beggendorf und Am Weiher werden nur eine Notbetreuung für eigene Kinder vorhalten. Folgende Einrichtungen bleiben voraussichtlich regulär geöffnet: Baesweiler-Alexanderstraße, Baesweiler-Loverich, Baesweiler-Emil-Mayrisch-Straße.

Roetgen: Am Dienstag sollen alle städteregionalen Kitas geöffnet sein. Mittwoch: In der Kita auf der Hauptstraße wird es eine Notbetreuung geben. Die Kitas in Rott und in der Lammerskreuzstraße haben geschlossen. Die Kinder können zur Notbetreuung in die Kita auf der Hauptstraße gebracht werden.

Simmerath: Am Dienstag sind alle städteregionalen Kitas geöffnet. Mittwoch: In der Kita in Kesternich wird es eine Notbetreuung geben. Die Tagesstätten in Rollesbroich und Lammersdorf haben geschlossen, Kinder können in die Notbetreuung in Kesternich gebracht werden. Die Kitas Im Römbchen/Eichenweg und Dedenborn haben ebenfalls geschlossen. Kinder dieser Einrichtungen können in die Kita in Eicherscheid gebracht werden. Folgende Einrichtungen bleiben voraussichtlich regulär geöffnet: Kita-Verbund Rursee (Simmerath Einruhr/Rurberg/Woffelsbach), Simmerath-Strauch, Simmerath-Steckenborn und Simmerath-Eicherscheid.

Monschau: Am Dienstag sind alle städteregionalen Kitas geöffnet. Am Mittwoch sind voraussichtlich regulär geöffnet: Monschau-Imgenbroich, Monschau-Mützenich, Kita-Verbund Monschau-Höfen/Rohren und Monschau-Konzen.

In der Stadt Düren sind am Dienstag sechs städtische Kitas betroffen: Don Bosco, Tabaluga (jeweils keine Notgruppe), City Kids, Rasselbande (jeweils eigene Notgruppe), Nordstadtpiraten (Notgruppe in St. Joachim), Helene Helming (Notgruppe in der Kuschelkiste). Hinzu kommt die OGS Birkesdorf (keine Notgruppe).

Am Mittwoch, 11. April, bleibt die Kita Don Bosco (eigene Notgruppe) und sowie die OGS Birkesdorf (keine Notgruppe) geschlossen.

Im Kreis Düren hatte das Jugendamt am Montag noch keine Kenntnisse über Schließungen im Kreisgebiet. Ein Verdi-Gewerkschaftssekretär rechnete aber mit einer hohen Beteiligung der Beschäftigten.

Müllabfuhr, Schwimmbäder, Straßenverkehrsamt

In Aachen werden Müllabfuhr und Recyclinghof am Dienstag bestreikt. „Im gesamten Stadtgebiet findet keine Entsorgung statt“, teilte die Stadt am Montagnachmittag mit. Die Leerung soll am Mittwoch erfolgen. Auch alle anderen Termine verschieben sich demnach um einen Wochentag nach hinten. Zu Beginn der kommenden Woche werden die Leerungstermin wieder wie im Abfallkalender vermerkt stattfinden. Auch der Sperrmüll werde am Dienstag nicht abgeholt. Die Abholung soll im Lauf der Woche nachgeholt werden.

Wegen des Streiks werden auch die Aachener Schwimmbäder zum Teil geschlossen. Die Ulla-Klinger-Halle wird nach Auskunft der Stadt vom Montag voraussichtlich am Dienstag und Mittwoch geschossen sein. Die Schwimmhalle Süd ist wahrscheinlich am Dienstag geöffnet und am Mittwoch geschlossen.

Das Straßenverkehrsamt der Städteregion in Würselen sowie die Nebenstelle in Monschau werden am Mittwoch im Bereich des Zulassungswesens geschlossen bleiben. Wer sein Fahrzeug an-, um- oder abmelden möchte, muss an einem anderen Tag kommen. Die Bereiche „Führerscheinwesen“ und „Ausnahmegenehmigungen“ sind nur in geringerem Umfang vom Streik betroffen und bleiben geöffnet.

In Eschweiler wird das Rathaus am Dienstag geschlossen bleiben. 

In Stolberg wird beim Service der Stadtverwaltung am Dienstag mit Beeinträchtigungen zu rechnen. Betroffen sein dürften Teile der Verwaltung und das Technische Betriebsamt.

Krankenhäuser

Gestreikt wurde am Rhein-Maas Klinikum Würselen (RMK). Nach Angaben der Abteilung Marketing war aber beizeiten mit der Gewerkschaft Verdi eine Notdienstvereinbarung abgeschlossen worden, um die Notfallversorgung der Patienten zu gewährleisten. Operationen hätten nicht verschoben werden müssen.

Flugverkehr

Gestreikt wird am Dienstag auch an deutschen Flughäfen, betroffen sein sollen Köln/Bonn, Frankfurt/Main, München und Bremen. Die Lufthansa hat daraufhin angekündigt, rund die Hälfte ihrer geplanten 1600 Flüge zu streichen. Unter anderem fallen demnach 58 Interkontinentalflüge aus. Aktuelle Informationen zum Streik auf www.lufthansa.de.

Von den Streichungen seien rund 90.000 Passagiere betroffen. Die Kunden könnten einmalig ihren Flug kostenfrei umbuchen oder im Inland auf die Bahn ausweichen, hieß es vom Luftfahrtkonzern.

Der Hintergrund

Die Gewerkschaft Verdi hat für Dienstag zu landesweiten Streiks in den Städten und Gemeinden aufgerufen. Betroffen ist dergesamte öffentliche Dienst: Nahverkehr, Kitas, Müllabfuhr, Sparkassen, Stadtverwaltungen, Krankenhäuser, Flughäfen, auch der Schiffsverkehr. Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro pro Monat.

Wir aktualisieren diesen Artikel, sobald uns neue Informationen vorliegen. Alle Angaben ohne Gewähr.

 

Die Homepage wurde aktualisiert