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Walter II. lässt‘s mächtig krachen

Von: Gerd Simons
Letzte Aktualisierung:
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Jubel in Brand: Nicht nur der neue Prinz Walter Meurer entfesselte die Begeisterung des Publikums im ausverkauften Ellerhof. Foto: Kurt Bauer

Brand. Die Last auf seinen Schultern, die er über drei Monate mit sich trug, wog gefühlt mehrere Zentner. Mit einem grollenden und intensiven Urschrei, mit dem er bei der Brander Prinzenproklamation den großen Saal im „Ellerhof“ beschallte, befreite sich Walter Meurer auf der Bühne stehend von diesem Druck.

Alle Last ist nun von ihm abgefallen, und jetzt kann er im Kollektiv mit seinem Hofstaat und den hiesigen Karnevalsfans unter dem närrischen Motto „Brasil olé Brand Alaaf“ mit Freude, Engagement und viele Einsatz nach Herzenslust Fastelovvend feiern.

Seit Samstag ist Walter Meurer der 20. Brander Bürgerprinz und herrscht nun bis Aschermittwoch über die Brander Jecken. Mit seinem beherzten Einsatz ist der leidenschaftliche Karnevalist, der sich für das Amt des Bürgerprinzen für die Session 2017 beworben hatte, kurzfristig in die Bresche gesprungen und rettet den Brandern in dieser Session die Tradition der Bürgerprinzen.

Der ursprünglich als Narrenherrscher vorgesehene Heinz Senden wurde vom Komitee „Brander Prinz“ kurzfristig von seinen Aufgaben entbunden. „Wir danken Walter für seinen Einsatz und seine Bereitschaft“, geizte der Brander Bürgermeister Herbert Henn nicht mit Lob. „Er ist der Grund, warum wir heute hier sind und Brand nun auch in dieser Session einen Brander Bürgerprinzen hat.“

CD für einen guten Zweck

Der frisch proklamierte Walter II. strahlte über das ganze Gesicht, als ihm vom Bürgermeister die Insignien der närrischen Macht – Sessionsorden und Prinzenkappe mit Federn – übergeben wurden. Mit Wehmut trennte sich der letztjährige Bürgerprinz Thomas Berger von seinem Zepter und überreichte es seinem prinzlichen Bruder, der es entfesselt in die Luft streckten.

Nach einem kurzen Gratulationscours mit Vertretern aller Brander Karnevalsvereine und den Ex-Prinzen ließ es Walter II. mächtig krachen und stellte zur Freude der Jecken im ausverkauften Ellerhof, in dem zum letzten Mal eine Prinzenproklamation stattfand, die Lieder seiner Prinzen-CD vor, deren Reinerlös Institutionen zufließt, die sich um Demenzpatienten kümmern.

Das Prinzenspiel entführte die Gäste in eine TV-Sendung, die von der bayerischen Plaudertasche „Waldi“ Hartmann, dargestellt von Hans Evers, moderiert wurde. Er plauderte mit Prinz „Poldi“ Podolski über die kommende Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien, schönen Mädchen und Salsa-Musik.

Als Stargäste waren die Aktiven der Aachener Salsa-Gruppe Animoso mit von der Partie, die mit einer Tänzerin und vielen Samba-Rhythen brasilianisches Flair in den Saal zauberte. Nach der Darbietung war Prinz Poldi verloren gegangen, und weil die Brander jetzt einen neuen Prinzen suchten, stellte sich Walter Meurer spontan zur Verfügung – und die Brander nahmen das Angebot nur zu gerne an.

Eingebettet war die Proklamation in ein tolles Stimmungs- und Karnevalsprogramm, das vom Prinzengardist Marco Wagner zusammengestellt wurde. Erstmalig mit von der Partie war die gardeeigene Truppe „Die Ötzies“, die für Superstimmung und viel Bewegung im Saal sorgte. Eine Entdeckung für den Öcher Fastelovvend ist Fräulein Annabell.

Die aus Düsseldorf stammende Mittzwanzigerin schlug mit einem hinreißenden Mix aus Karnevalsliedern und Schlagern die Brander in ihren Bann. Absolutes Highlight war der Auftritt der Band „De Boore“, die mit Songs wie „Shalalalala“, „Ich sing ein Lied für dich“ und ihrem Evergreen „Ruut sin de Ruse“ das Publikum auf Tische und Stühle brachte.

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