Walheimer Fotofreunde zeigen ihre Vorstellungen von der Euregio

Von: Katharina Urbanczyk
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Die Walheimer Fotofreunde stellen derzeit ihre Werke unter dem Motto „Leben in der Euregio Maas-Rhein“im Jakob-Büchel-Haus aus. Die Ausstellung ist noch am kommenden Wochenende zu sehen. Foto: Roeger

Aachen. „Vitalität und Originalität“ das waren die Schlagwörter der Vernissage im Jakob-Büchel-Haus, zu der die Fotofreunde Wahlheim geladen hatten, um ihre neue Fotoausstellung zu eröffnen. Unter dem dem Motto „Leben in der Euregio Maas-Rhein“ sollten die zwölf Vereinsmitglieder ihre persönlichen Vorstellungen der Euregio fotografisch festhalten.

Für viele der Fotofreunde war dieses Thema zunächst schwierig: „Eine wichtige Voraussetzung war, das keine typischen Postkartenmotive abgelichtet werden sollten“, erklärte Fotofreund Joseph Römer.

Genau das stellte auch für den Fotografen André Pawlik eine Herausforderung dar: „Normalerweise mache ich keine Porträtfotografie, ich bin mehr auf Detailfotografie spezialisiert“, erklärte er. „Ich wollte mehr skurrile Aufnahmen machen, damit die Leute länger vor dem Bild stehen, um sich darin zurecht zu finden.“ Auch er verwendete alles andere als klassische Postkartenmotive. Auf seinen Fotos waren unter anderem Tipis und Esel zu sehen.

Unterschiedliche Motive

„Die Euregio ist mein Leben“ erklärt Pawlik, denn: „Ich bin ein Deutscher, der in den Niederlanden lebt und mit einem belgischen Wohnanhänger in den Urlaub fährt“. Nicht umsonst beschreibt Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel die Euregio in seiner Eröffnungsrede als „kleines Europa“.

Jeder der Aussteller hatte verschiedene Vorstellungen vom Leben in der Euregio, so waren auch die Motive sehr unterschiedlich. Es gab abgelichtete Poster, Züge, den Kohletagebau und Karnevalsmotive. „Karneval ist ein Thema, das alle drei Länder miteinander verbindet“, erklärte Fotograf Bernard Langkamp. „Ich kannte Karneval hauptsächlich aus Deutschland. Im vergangenen Jahr habe ich es mir in Maastricht angeschaut und war überrascht, wie anders es dort ist.“

So ist die Vielfalt ein wichtiges Stichwort bei der Ausstellung. „Die lokalen, regionalen und internationalen Unterschiede sollten nicht als Hindernisse, sondern als Chance gesehen werden. Nur durch Zusammenarbeit sind Fortschritte möglich,“ sagte etwa Bezirksbürgermeister Eberhard Büchel.

Auch für die lateinamerikanische Fotografin Cecilia Quijada-Tijerina bedeutet die Euregio in erster Linie „Lebendigkeit und Spaß“. Zusammen mit Anita Conrads präsentierten die beiden einzigen Frauen ihre Werke. Vor allem Cecilia feierte an diesem Tag Premiere: „Ich war froh darüber mitmachen zu dürfen“, erzählte sie. „In der Euregio leben viele Lateinamerikaner, die gar nicht wissen was der Begriff Euregio bedeutet. Mit meinen Fotos wollte ich es ihnen nicht einfach nur erklären, sondern auch zeigen.“ Sie wählte vor allem Brückenmotive. „Für mich verbinden Brücken nicht nur zwei Orte miteinander, sondern auch Mensch und Ort.“

Die Ausstellung ist noch am kommenden Wochenende, 26. und 27. Januar, jeweils von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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