Vortrag: Die Profiteure der Waffenindustrie

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Aachen. Zum Auftakt der 15. Aachener Friedenstage hat der Aachener Friedenspreisträger des Jahres 2011, Jürgen Grässlin, am Freitag in der Annakirche Erkenntnisse aus seinem „Schwarzbuch des Waffenhandels“ vorgestellt.

Er zeigte, wie tief auch unser Land in die globale Tötungsmaschinerie verstrickt ist. Deutschland ist der weltweit drittgrößte Waffenexporteur. Dass im Bundessicherheitsrat im engsten Kreis von Kanzlerin, Vizekanzler und nur sieben weiteren Ministern entschieden wird wohin deutsche Waffen exportiert werden, war für die meisten Zuhörer neu. Grässlin zitierte die frühere Justizministerin Hertha-Däubler-Gmelin, die vergeblich versucht hat, sich im Bundessicherheitsrat gegen Waffenlieferungen an menschenrechtsverletzende Staaten stark zu machen. Am Parlament vorbei werden Entscheidungen getroffen, die Folgen für Menschenleben auf aller Welt haben.

Grässlin deckt auf, wer die Profiteure dieser Kriegswirtschaft sind. Er nennt Industrieunternehmen beim Namen, er zeigt wie die Banken das alles finanzieren und welche Diktatoren hochgerüstet werden. Die dritte Auflage des „Schwarzbuch Waffenhandel –Wie Deutschland am Krieg verdient“ ist in Vorbereitung.

Die Friedenstage werden am Donnerstag, 27. März, 18 Uhr, mit dem Vortrag „Von der Unschuld zur Verantwortung“ von Thomas Auchter in De Kopermolen, Vaals, fortgesetzt.

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