Aachen - Vorstellungsgespräche der etwas anderen Art

Vorstellungsgespräche der etwas anderen Art

Von: Eva Onkels
Letzte Aktualisierung:
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Auf zu neuen Ufern: Per Shuttlebus konnten verschiedene Unternehmen direkt vom Technologiezentrum aus besucht werden.
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„Die Nacht der Unternehmen“ hat sich zur erfolgreichsten Karriere- und Jobmesse in der Region gemausert. Rund 2000 Studierende und Absolventen waren gestern dabei. Foto: Andreas Herrmann

Aachen. Es war richtig voll im Technologiezentrum am Europaplatz. Gut 2000 junge Menschen werden es wohl gewesen sein, die am Mittwoch die Chance nutzen wollten, ihrem Traumjob bei der sechsten „Nacht der Unternehmen“ näher zu kommen. Die dürfte sich damit zur erfolgreichsten Karriere- und Jobmesse in der Region gemausert haben.

Studentin Tamara Rupp ist auf der Suche nach Information. Sie studiert im Master Betriebswirtschaft und im Bachelor Biologie, schreibt gerade an ihrer Masterarbeit: „Ich möchte in den Bereich Pharmazeutik oder Biotec“, meint sie mit Blick auf das Podium, auf dem vor dem offiziellen Startschuss der Nacht der Unternehmen noch eine kurze Podiumsdiskussion stattfand.

Chancen in der Region

Dabei ging es auch um die Unternehmen, die aus dem Umland und den Nachbarländern dabei sind. Ziel der „Nacht der Unternehmen“ ist es, junge Menschen, die in Aachen studiert haben, nicht an große Unternehmen zu verlieren, sondern sie auch mit kleineren Unternehmen in der Städteregion und in Belgien oder den Niederlanden bekannt zu machen. Wie etwa „modell aachen“: Das kleine, noch recht junge Unternehmen, das interaktive Managementsysteme entwickelt, hat gerade einmal 14 Mitarbeiter, im kommenden Jahr möchte man jedoch expandieren – und dafür benötigt man neues Personal. Ein ausstellendes Unternehmen, dessen Produkt wohl vielen Aachenern bekannt sein dürfte, ist die IVU Traffic Technologies AG. Die Fahrgastinformationssysteme in den Aseag-Bussen stammen von dem Unternehmen, das in Aachen und in Berlin ansässig ist. Wie viele andere Unternehmen aus der IT-Branche sucht es Personal.

„Ich suche unverbindlich nach einem Job, etwas, was man nach dem Studium machen kann“, sagt Benedikt Bauer, Informatikstudent an der FH Aachen. Im Sommer möchte er seinen Master in der Tasche haben. Sein Traum: Ein Job, der Softwareentwicklung und BWL verbindet. Am Ende ist er zufrieden: Er hat jede Menge Flyer mitgenommen und auch einige potenzielle Arbeitgeber kennengelernt.

Tamara Rupp hält als Fazit fest, dass sie gelernt hat, wie man sich auf einer solchen Veranstaltung bewegt. Es war nicht primär ihr Ziel, an diesem Abend einen Job zu finden. „Ich habe herausgefunden, welche Positionen in einem Unternehmen zu mir passen“, meint sie.

Fündig geworden

Einer, der im vergangenen Jahr noch als Jobsuchender bei der „Nacht der Unternehmen“ unterwegs war, ist mittlerweile fündig geworden. Der Spanier Alessandro Gonzales arbeitet heute als Software-Entwickler in Aachen, wie er bei der Podiumsdiskussion zu Beginn der Veranstaltung im Gespräch mit unserem stellvertretenden Chefredakteur Bernd Büttgens erzählte.

Dass sich die „Nacht der Unternehmen“ auch für die Arbeitgeber lohnt, zeigt sich schon daran, dass viele nicht zum ersten Mal da sind, sondern bereits in den Vorjahren neue Mitarbeiter auf der Veranstaltung gefunden haben. Die Erfolgsgeschichte dieser Jobbörse für Aachen und die Region dürfte wohl auch im kommenden Jahr weitergeschrieben werden.

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