Vorfahrt für Vennbahn-Radler

Von: gei
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Wo der Vennbahnradweg Straßen kreuzt, wie hier an der Rombachstraße, kommt es wieder zu brenzligen Situationen. Die Grünen wollen das mit einer neuen Vorfahrtregelung ändern. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Eine Vorfahrtregelung für Radfahrer, die auf dem Vennbahnradweg unterwegs sind, wollen die Grünen durchsetzen. Den entsprechenden Antrag haben sie jetzt dem Oberbürgermeister zukommen lassen.

Demnach soll möglichst an allen Kreuzungspunkten mit öffentlichen Straßen im Stadtgebiet eine Vorfahrtregelung für Radfahrer eingerichtet werden – Ausnahmen soll es lediglich am Adalbertsteinweg und an der Trierer Straße in Brand geben.

Damit soll der als „Premiumradweg“ eingestufte Vennbahnweg noch ein bisschen weiter aufgewertet und für Radfahrer noch etwas attraktiver werden. Auch Skater und Spaziergänger nutzen die ehemalige Bahntrasse gerne und vielfach – „und zwar nicht nur für Freizeitaktivitäten“, haben die Grünen festgestellt. Vor allem der Abschnitt von Walheim über Kornelimünster und Brand bis zur Innenstadt werde verstärkt auch von menschen genutzt, die mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren.

Dieser Bedeutung für die „umweltfreundliche Mobilität“ widerspreche jedoch die Verkehrsregelung an all jenen Stellen, an denen Radfahrer mit dem motorisierten Verkehr kreuzen, monieren die Grünen. „Selbst an reinen Anliegerstraßen wie der Karl-Kuck-Straße oder der Einfahrt in den Gewerbepark Brand ist zurzeit der Radfahrer auf dem Vennbahnradweg wartepflichtig gegenüber dem kreuzenden Verkehr“, kritisieren sie. Dadurch komme es immer wieder zu brenzligen Situationen, hat die Brander Bezirksvertreterin Ute Reiber beobachtet – unter anderem auch an Münsterstraße, Rombachstraße und Im Erdbeerfeld.

Um die Strecke für alle Beteiligten sicherer zu machen, empfehle es sich, die Vorfahrtregelung an solchen Punkten zugunsten des Radwegs umzukehren, meinen die Grünen. Ob und wo das machbar ist, solle daher nun die Verwaltung prüfen.

Außerhalb des Stadtgebiets haben die Nutzer des Vennbahnradwegs bereits vielfach Vorrang, was auch der Idee der Radschnellwege entspricht, die verstärkt in NRW geschaffen werden und Berufspendler zum Umstieg bewegen sollen. Mit möglichst wenig Zwischenstopps sollen sie auf komfortabel ausgebauten und möglichst kreuzungsfreien Strecken sicher und schnell ihre Ziele ansteuern können. Wie berichtet, ist unter anderem auch ein Radschnellweg zwischen Aachen und Herzogenrath geplant.

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