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Vorbild Freiburg: Pfandbecher für den Kaffee zwischendurch

Von: Thomas Vogel
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Das kennen viele: Beim Bäcker oder an der Tanke oder am Automaten morgens schnell mal einen Kaffee ziehen. Bestellt, bezahlt, getrunken und zack – Becher in den Abfalleimer. Im besten Fall. Manchmal bleibt er auch einfach irgendwo stehen oder liegen. Dieser letzte Schritt, der könnte nach dem Willen der Aachener Grünen möglichst bald flachfallen.

Sie wollen aus dem Einweg-Wegwerfprodukt für den „Coffee-to-go“ ein Mehrwegbecher- mitsamt Pfandsystem machen. Mitmachen sollen am liebsten ganz viele Stationen in Aachen, an denen es den schnellen Kaffee für unterwegs gibt. In den vergangenen Tagen haben die Grünen bei einigen Kandidaten schon einmal vorgefühlt und sind bei etlichen Aachener Bäckern, Cafés, dem Studentenwerk und dem Weltladen beispielsweise auf Interesse gestoßen.

Die Chancen, damit der bereits gestellte Ratsantrag ein Erfolg wird, stehen offenbar gut. Der Inhalt: Unter Federführung der Stadtverwaltung soll ein System nach dem Vorbild des „Freiburg Cups“ entworfen werden.

Investition nötig

In Freiburg war Mitte November vergangenen Jahres ein „Coffee-to-go“-Mehrwegbechersystem an den Start gegangen – eines der ersten in ganz Deutschland. „Das hat sich innerhalb von wenigen Monaten zu einem großen Erfolg entwickelt“, sagt Hilde Scheidt von den Grünen. Von ihr stammt die Anregung, ein derartiges System auch in Aachen zu installieren.

Die Stadt im Breisgau hatte Kunststoff-Becher herstellen lassen und diese den Teilnehmern zur Verfügung gestellt. „Gegen einen Euro Pfand kann der Kunde seinen Kaffee im Mehrwegbecher in Bäckerei X kaufen, auf dem Weg von A nach B trinken und in Café Y wieder abgeben.“ Da bekommt er sein Pfand dann zurück.

Zu Beginn käme auf die Stadt zwar eine Investition zu, die sich nach Meinung der Grünen aber in einem verhältnismäßig kleinen Rahmen bewege. Das zeige auch die Erfahrung aus Freiburg. „Dort sind zunächst 25.000 Euro in den Haushalt eingestellt worden“, sagt Fraktionsmitarbeiterin Ingrid Karst-Feilen.

In der Hauptsache, um Becher zu produzieren. Die zunächst hergestellte Auflage von 5000 Bechern habe nach wenigen Wochen um weitere 10.000 Stück aufgestockt werden müssen. Die Zahl der beteiligten Betriebe – Cafés, Bäckereien, Mensen und Kantinen – stieg von 16 auf 65.

Gleiches Prinzip, anderer Name

Zunächst wäre, Zustimmung aus der Lokalpolitik vorausgesetzt, die Verwaltung an der Reihe. Sie soll in einem ersten Schritt einen Vorschlag ausarbeiten. Im Anschluss wäre ein Runder Tisch zwischen Stadt und potenziellen Partnern denkbar – ebenfalls nach Vorbild aus Freiburg. Nur der Name soll nicht übernommen werden: Aus dem „Freiburg Cup“, finden die Grünen, soll in Aachen der „Oecher Becher“ werden.

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