Radarfallen Blitzen Freisteller

Von den Radfahrern gibt es eher schlechte Noten

Von: Heiner Hautermans
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Aachen. 6167 Haushalte in der Stadt Aachen und in der Städteregion haben sich von Mai bis Juli an einer Mobilitätserhebung beteiligt. Sie soll Grundlage für eine weit in die Zukunft reichende Verkehrsentwicklungsplanung werden soll.

Die Fragen konnten online, per Telefon, im Interview oder auf Papier ausgefüllt werden. Die Befragung sollte stichprobenartig darüber Auskunft geben, welche Wege die insgesamt 6167 Teilnehmer an einem festgelegten Tag zurückgelegt haben.

Armin Langweg und Uwe Müller vom Fachbereich Stadtentwicklung und Verkehrsanlagen zeigten sich im Mobilitätsausschuss mit dem Rücklauf durchaus zufrieden, damit erfüllt man die Ein-Prozent-Vorgabe des Landes. Sie schilderten auch die Schritte zu einer umfassenden Rahmenplanung und stellten interessante erste Ergebnisse vor.

Neue Zahlen sind allerdings auch überfällig. Die letzte einschlägige Erhebung datiert aus dem Jahre 1991. Sie ist nach 20 Jahren immer noch Grundlage dafür, wie Straßen eingerichtet und genutzt werden. Seitdem hat sich viel getan, auch im Bewusstsein der Bürger.

So zeigten mehr als 80 Prozent der Befragten großes Interesse an der Elektromobilität. Nur 20 Prozent wären allerdings bereit, für einen batteriebetriebenen Kleinwagen bis zu 40 000 Euro auszugeben, die Elektromobile sind wohl einfach noch zu teuer.

Interesse an Pedelecs

Besser sieht das allerdings bei Pedelecs aus, die bekanntlich schon ab tausend Euro erhältlich sind. Der Strom, den die Fahrzeuge verbrauchen, sollte allerdings regenerativ erzeugt werden, fordert ebenfalls eine Mehrheit der Bürger. Schlechte Noten dagegen bekamen die Radwege, mit denen weniger als die Hälfte der Pedaltreter zufrieden sind.

Für die Planer ebenfalls von Belang: 12,7 Prozent der Antwortenden habe an dem Stichtag ihre Wohnung gar nicht verlassen. Die anderen mussten in einem Protokoll genau beschreiben, welche Wege sie zur Arbeit, zur Schule oder zum Einkaufen zurückgelegt haben, wie lange sie unterwegs waren und wie sich das Verkehrsverhalten etwa von Singles, Familien oder Studenten unterscheidet.

In der Stadt Aachen gibt es beispielsweise einen hohen Binnenverkehr: Mehr als 80 Prozent aller Wege beginnen und enden in der Stadt. Die Teilnahme an der Befragung war selbstverständlich freiwillig, niemand musste gegen seinen Willen Uhrzeiten, Ort, oder Verkehrsmittel auflisten. Weitere Ergebnisse sollen im Frühjahr vorliegen.

Verbindliche Zielvorstellungen sollen in einem längeren Prozess im Jahr 2014 erarbeitet werden, bis dahin werden unter Leitung einer externen Moderation Arbeitsgruppen für die verschiedenen Verkehrsarten gebildet und am Ende ein Maßnahmenpaket vorgestellt - wichtig etwa für Klima, Luftreinhaltung oder Lärmbelästigung auf den Straßen und an ihren Rändern.
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