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Von alten Schätzchen und heißen Flitzern

Von: Nadine Preller
Letzte Aktualisierung:
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Dieser Teddy musste dran glauben: Auf der Demonstrationsrampe bei der Automobil-Ausstellung wurde gezeigt, dass ein Anschnallgurt für Kinder nicht nur lästiges Beiwerk ist, sondern Leben retten kann. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Das Fernsehprogramm der 80er Jahre hat ganze Arbeit geleistet. Beim Anblick von K.I.T.T., dem sprechenden Auto aus der Kultserie Knight Rider, summt Lars Linnemann frenetisch die Titelmelodie: „Ein Auto, ein Computer, ein Mann.”

Doch Linnemann ist keine sieben Jahre mehr alt, sein wahres Interesse gilt längst den neueren Modellen. Auf den Stand der Dinge gebracht hat sich der 32-Jährige auf der gut besuchten Aachener Automobil-Ausstellung (AAA) am Wochenende rund um den neuen Tivoli in der Soers.

Nebst Einsatzwagen der Feuerwehr, Monstertrucks und Tuningfahrzeugen standen auch Oldtimer hoch im Kurs. Adolf Straußfeld war gleich mit seinem eigenen Gefährt angereist. Die DKW 125 ist sein ganzer Stolz, ein Motorrad Baujahr 1954. „Mit 18 habe ich mir meine erste Maschine geleistet”, erzählte der 76-Jährige stolz. „Es ging raus auf die Landstraße, hinein in die gelben Rapsfelder. Bis in die DDR sind wir damals gereist.” Mit „wir” meint Adolf seinen Bruder Wilhelm (81), der ihn heute wie gestern auf seiner liebevoll frisch lackierten DKW-MZ begleitet.

Nostalgie zum Anfassen, Gelegenheit, sich austauschen: Die AAA bot vielen Besuchern die Chance , alte Geschichten wieder lebendig werden zu lassen. Neben Erzählen war auch Anfassen gefragt -Êob beim Reifenwechsel im Formel-1-Boxenstopp oder beim Blick aus dem Cockpit des Löschfahrzeugs der Nato-Airbase Geilenkirchen-Teveren.

Teddy macht Salto

Eindrucksvoll erleben konnten so manche Eltern, dass ein Anschnallgurt für Kinder nicht lästiges Beiwerk ist. Dran glauben musste auf der Demonstrationsrampe bei Vollbremsung nur der Teddybär. Wie der aber ohne Gurt hart auf den Asphalt knallte, dürfte dem ein oder anderem im Gedächtnis geblieben sein.

Mehr Freude hatten Kinder an einem ganz besonderen Auto - dem Tafelauto. Hier lebten Luca (6) und Nico (3) den Traum aller Kinder, als sie den Wagen komplett mit Schulkreide verschönern durften. „Als wir unser Auto neu lackieren mussten, kamen wir auf die Idee, Tafellack anstatt des normalen Lacks zu ordern”, erzählt Papa Stefan Grates. Von da an hieß es nie wieder: „Finger weg von Papis Wagen!”

Das Familienauto dient heute nicht nur dem Wocheneinkauf, sondern auch als Attraktion auf Kinder-Geburtstagen - oder eben der Automesse. Neben Luca und Nico durfte da so manch anderer kleiner Gast der künstlerischen Ader freien Lauf lassen.

Bleibt nur zu hoffen, dass die jungen Leute in Zukunft den Unterschied zwischen dem Tafelauto und einem teuren Porsche kennen.
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