Aachen - Vinzenz-Haus wird erweitert

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Vinzenz-Haus wird erweitert

Von: Georg Dünnwald und Lisa Greiffendorf
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Gudrun Jörißen, die pädagog
Gudrun Jörißen, die pädagogische Leiterin des Vinzenzheimes und Kay Ullrich, von der ambulanten Betreuung sind sich sicher, dass die elf großzügigen Appartements am Vinzenz-Haus absolut notwendig sind. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Gleich neben dem Vinzenz-Heim entsteht in Burtscheid ein neues Gebäude für 1,8 Millionen Euro. Wenn alles gut geht, das Wetter also mitspielt, werden Mitte nächsten Jahres elf Wohnungen fertig sein.

Allesamt sind barrierefrei, die Unterkünfte sind für mittlerweile erwachsen gewordene junge Leute gedacht, die körperlich oder geistig behindert sind oder das Handicap haben, beides zu sein.

Gudrun Jörißen, die pädagogische Leiterin des Vinzenz-Hauses beschreibt: „Vorgesehen sind vier Wohnungen für eine Person, vier für zwei Personen und zwei Vierer-Wohngemeinschaften. 20 Menschen finden in dem Mietshaus ein Zuhause.” Neben den Dienstleistungen und Angeboten, wie Mittagstisch in der Cafeteria, Gottesdienste in der Kapelle, Schwimmbad, die Benutzung von Park und Freizeitanlagen des Vinzenz-Heims sollen die Bewohner die Möglichkeit zum Kontakt nach außen finden. „Der Kern von Burtscheid ist schnell erreichbar”, sagt Gudrun Jörißen. Auch die Innenstadt ist für Hausbewohner gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. „Optimal ist das alles” findet Gudrun Jörißen.

Fünf Zimmer, zwei Bäder

Die elf Wohnungen verteilen sich auf 840 Quadratmeter Gesamtwohnfläche. „Die Wohnungen sind sehr großzügig geplant. Alle Zimmer sind gleich groß, jedes ist vom Flur aus erreichbar, dazu kommen in den Viererwohnungen zwei Bäder und ein Wohnraum mit angeschlossener Küche”, lobt die pädagogische Leiterin des Vinzenz-Heimes das Aachener Architekturbüro pbs, das die Ausschreibung gewann und deshalb den Neubau plant.

Gudrun Jörißen betont im Gespräch mit den „Nachrichten”, dass Wort „Mietshaus”. „In erster Linie sind die Wohnungen zwar für unsere Bewohner, die dem Jugendalter entwachsen sind, gedacht, aber warum sollte nicht künftig beispielsweise ein älteres Ehepaar einziehen, dass auf eine barrierefreie Wohnung angewiesen ist, einziehen”, ist die rhetorische Frage.

Das Projekt wird sowohl vom Land Nordrhein-Westfalen, also durch den Landschaftsverband Rheinland als auch von der Städteregion Aachen finanziell gefördert. Gleich gegenüber stehen bereit ein paar nett anzusehende Häuser. In denen wohnen seit etwa zwei Jahren 50 junge Leute in betreuten Wohneinheiten.

Stolz erzählt Gudrun Jörißen von dem Projekt, dass für 2013/2014 zwischen den Freiflächen des Julie-Billiart-Hauses für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen und der neuen Appartementanlage geplant ist: „18 Architekturstudenten der RWTH entwickeln zurzeit gemeinsam mit den Vinzenz-Kids drei Modelle.”

Drei Modelle des „Kinder(T)Räume”-Projekts werden Anfang Dezember vorgestellt. Es ist ein Kooperationsprojekt zwischen dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur sowie des Lehrstuhls für Planungstheorie und Stadtentwicklung der RWTH Aachen und dem Vinzenz-Heim.

Kay Ullrich ist Leiter der Ambulanten Betreuung. Er kümmert sich darum, dass die geistig- oder auch körperbehinderten Menschen im Alltag zurecht kommen und und greifen ihnen dabei unter die Arme. Trotzdem haben die Bewohner ihren eigenen Freiraum und sind nicht verpflichtet, diesen Dienst auch anzunehmen. Für Interessenten gibt es einen Infotermin am Donnerstag, 6. Dezember. Einlass ist um 18.30 Uhr, Treffpunkt ist in der Cafeteria des Vinzenz-Heims, Kalverbenden 91.
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