Aachen - Viele „Testfahrer” wollen häufiger auf den Bus umsteigen

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Viele „Testfahrer” wollen häufiger auf den Bus umsteigen

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Mit einer so großen Resonanz hatte niemand gerechnet: 2000 Autofahrer aus der Städteregion Aachen haben bei einer Aktion der Aseag ihren Führerschein gegen eine kostenlose Monatskarte eingetauscht.

Das Straßenverkehrsamt hatte sich als Kooperationspartner bereiterklärt, die organisatorische Abwicklung der Aktion zu übernehmen.

„Wir hatten alle Hände voll zu tun”, kommentiert Ralf Kahlen, Leiter des Straßenverkehrsamts Aachen. Mit ein paar 100 Interessenten hatten die Organisatoren gerechnet, die enorme Nachfrage habe alle Erwartungen übertroffen.

Über die positiven Rückmeldungen auf die Aktion freuen sich alle Beteiligten ganz besonders. Von März bis August dieses Jahres konnten Autofahrer einen Monat ausprobieren, ob sie auch ohne ihren Wagen auskommen könnten. Die Aseag spendierte eine Monatskarte, und vor allem die über 60-Jährigen nutzten dieses Angebot. Rentner, Angestellte und Hausfrauen machten einen Großteil der Aktionsteilnehmer aus, mehr als 70 Prozent von ihnen waren Frauen. Und die meisten Probefahrer wollen auch in Zukunft Bus und Bahn verstärkt nutzen, so Birgit Brand aus der Marketingabteilung der Aseag.

„Uns geht es vor allem auch darum, neue Kunden zu gewinnen”, erklärt Hans-Peter Geulen, Centerleiter Verkehrswirtschaft der Aseag. Und wie eine Umfrage zeigt, scheinen für viele Teilnehmer Bus und Bahn tatsächlich eine Alternative zum Auto zu sein: aus Kostengründen, aber auch mit Blick auf die Umwelt.

Trotz der großen Nachfrage denken Aseag und Straßenverkehrsamt nicht daran, die Aktion in absehbarer Zeit zu wiederholen. „Der Aufwand war enorm und nur dank der Hilfe des Straßenverkehrsamts zu bewältigen”, so Geulen. Noch immer liegen 20 Führerscheine im Straßenverkehrsamt und warten darauf, abgeholt zu werden. „Die Besitzer scheinen so begeistert von der Aktion gewesen zu sein, dass sie ihren Führerschein gar nicht mehr zurückhaben wollen”, schmunzelt Straßenverkehrsamtschef Ralf Kahlen.
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