Aachen - Viele Empfehlungen für die sportliche Zukunft der Stadt

Viele Empfehlungen für die sportliche Zukunft der Stadt

Von: Martina Stöhr
Letzte Aktualisierung:

Aachen. „Der Sportentwicklungsplan ist ein Erfolg”, sagte Roland Jahn (Grüne), als der Sportausschuss über das „Ergebnispapier der Lenkungsgruppe Sportentwicklung Aachen” beriet.

Vertreter unterschiedlicher Fachbereiche, des Stadtsportbunds, der Fraktionen und der Verwaltung hatten sich Gedanken darüber gemacht, wie sich die „sportliche Zukunft” Aachens gestalten könnte.

Sie präsentierten nun 47 Handlungsempfehlungen, die auf Untersuchungen und Befragungen basieren, die das Institut für Sportsoziologie der Deutschen Sporthochschule Köln in den vergangenen zwei Jahren durchgeführt hat. Die zentralen Fragen lauteten dabei:

„Wie sportlich sind die Aachener? Sind Sie in einem Verein oder treiben sie, wenn überhaupt, lieber alleine Sport, und welche Wünsche haben Sie für die Zukunft?” Außerdem wurde Aachens Sportinfrastruktur analysiert und Daten zur Stadt- und Gesundheitsentwicklung zusammengetragen.

Der daraus hervorgegangene Handlungskatalog löste bei den Sportpolitikern zunächst einmal Ratlosigkeit aus. Die Fülle der Empfehlungen schien sie zu überwältigen. Laut Jahn sind aber durchaus Prioritäten zu erkennen: „Die Sportförderung muss so früh wie möglich beginnen. Die Qualität des Sportunterrichts in den Offenen Ganztagsschulen (OGS) muss verbessert und die Auslastung der Sportstätten überprüft werden. Und wir müssen wohnortnahe Bewegungsmöglichkeiten schaffen.”

Nun sei zu prüfen, wie die einzelnen Empfehlungen umgesetzt werden könnten. Auch Josef H. Bruynswyck sieht in den Ergebnissen des Sportentwicklungsplans (SEP) eine gute Grundlage für weitere Entscheidungen.

Gesundheitsförderung

An erster Stelle im SEP stehen Verbesserungen des Bewegungsangebotes in den Kitas. Daten aus den Schuleingangsuntersuchungen zeigten eine Zunahme motorischer Störungen und Übergewicht im Kinder- und Jugendalter, heißt es da. Experten und auch die Bevölkerung seien einhellig der Meinung, dass gerade Kinder und Jugendliche sportlich aktiv werden sollten.

Ziel: „Ausbau und Verbesserung der Bewegungs- und Gesundheitsförderung in Kindertagesstätten.” Um das zu erreichen, schlägt die Lenkungsgruppe gleich eine Reihe von Maßnahmen vor: Von Weiterbildungsangeboten für Erzieher über Partnerschaften zwischen den Kitas und Vereinen bis hin zur Erstellung eines Konzeptes „Gesundheitsförderung im Kindes- und Jugendalter”.

Und was für die Kitas gilt, das gilt auch für die Schulen. Hier sollten neben dem Sportunterricht zusätzliche Angebote ermöglicht werden, Schulhöfe im Hinblick auf Sport- und Bewegungsmöglichkeiten attraktiver gestaltet werden und Konzepte zur „bewegten Schule” umgesetzt werden, schlägt der Handlungskatalog vor.

Kinder und Jugendliche sollten einen leichteren Zugang zu sportlichen Angeboten bekommen. Vor allem, wenn sie ausländischer Herkunft sind oder in finanziell schwierigen Verhältnissen leben, haben sie eher selten eine Bindung an einen Verein. Sie könnten vielleicht über die Offenen Türen und deren sportliche Angebote in Bewegung gebracht werden.

Weitere im SEP genannte Aufgabenfelder sind die Sportstätten, der Vereinssport und der selbst organisierte Sport. Und jedes einzelne Aufgabenfeld enthält eine Unzahl von Empfehlungen.

Vielleicht könnte man mit den Maßnahmen beginnen, die „kostenneutral” sind, schlug Margret Schulz (SPD) vor. Zunächst soll die Verwaltung die Kosten für die Umsetzung der Empfehlungen ermitteln. Dann werden die Sportpolitiker erneut beraten.
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